Nazip Khamitov ist Doktor
der Philosophie, Schriftsteller, leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter des
philosophischen Instituts (Kiew, Ukraine), Gründer der Meta-Anthropologie –
Lernen über das alltägliche, höchste und darüber gehende Dasein des Menschen. Autor
von mehr als 20 Büchern, darunter die Bekanntesten: „Philosophie: Sein, Mensch
und Welt“, „Einsamkeit von Frauen und Männern“, „Aphorismen der Kraft“, „Ethik:
Weg zur Schönheit der Einstellung“ (letztgenanntes zusammen mit Swetlana
Krylova). Am 22.10.2008 wurde er für den Workshop zum Berliner Kongress über die Ausgangssituation der Ukraine von Jörg Drescher befragt. Hier seine Antworten (übersetzt von Jörg Drescher):
In der politischen Diskussion
wird ein Bedingungsloses Grundeinkommen gerne als eine Antwort auf die
Arbeitslosigkeit gesehen – mehr nicht. Und nachdem aktuell ja die offizielle
Zahl der Arbeitslosen permanent sinkt – brauchen wir wirklich ein BGE?
Sascha Liebermann (Freiheit statt
Vollbeschäftigung) erwähnte in seinem Grußwort zum einjährigen Bestehen des
Hamburger Netzwerk-Grundeinkommen, dass jede Vereinheitlichung und jedes
Bündnis eines bestimmten Konzept die Chancen der BGE-Verwirklichung gefährden
würde. Schon im Newsletter Nr. 9 des Netzwerk Grundeinkommens vom November 2006
meinte Werner Rätz (Attac), dass Finanzierungsmodelle für die BGE-Idee
unvermeidlich, aber schädlich seien. Dem möchte ich widersprechen und hier
meine Gründe erklären.
Anfang 2007 interviewte Natascha Dratsch, eine Sprachlehrerin in Kiew/Ukraine, Herrn Drescher über seine Aktivitäten rund um die Idee eines Grundeinkommens. Hier ist das Interview anzusehen und nachzulesen: