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Geschrieben von Jörg Drescher
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Montag, 11. 07 2011 |
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Geht es der Wirtschaft gut, so könnte man das Mantra der Regierungen (nicht nur in Deutschland) verstehen, geht es den Menschen gut und sie haben durch Arbeit ihr Ein- und damit ihr Auskommen. Diese einfache Kausalkette scheint jedenfalls Entscheidungen zugrundezuliegen, die sonst kaum einer wirklichen Logik standhalten würde. Oder wie lässt sich Stuttgart-21 anders erklären? Klar, es ist ein Prestigeprojekt, aber auch mit Aufträgen für die Region und Arbeitsplätzen verbunden.
Auch dem Panzerdeal mit Saudi-Arabien liegt die logische Kausalkette zugrunde: Auftrag = Arbeit = Einkommen = Auskommen. Schließlich hängen an der Rüstungsindustrie auch hunderte Zulieferbetriebe.
Und selbst die jüngste Nominierung Putins zum Quadriga-Preis für Gemeinwohl könnte man so interpretieren, dass dadurch Wohlwollen der russischen Landesführung "erkauft" wird, indem ihr Honig ums Maul geschmiert wird. Und wieder erschließt sich der deutschen Wirtschaft ein lukrativer Markt - in zweierlei Hinsicht: Als Absatzmarkt für deutsche Exportprodukte; oder als Lieferant für Gas.
Das sind nur die jüngsten und auffälligsten Erscheinungen, die von jemandem mit einem Kopfschütteln quitiert werden, der Zweifel daran hat, ob jedes Mittel Recht sein darf, um Menschen in Arbeit zu halten. Gäbe es da nicht andere Lösungen, Menschen mit einem Grundeinkommen zu versorgen, könnte dieses Unverständnis leicht in blanke Wut umschlagen. So allerdings ist das Kopfschütteln nur Ausdruck dafür, wie einfallslos jene sind, die uns regieren.
Wäre da nicht der bittere Beigeschmack, dass bei dieser perfieden Logik nicht nur Ethik- und Moralvorstellungen über Bord geworfen werden, sondern auch real Raubbau an der Natur und Umweltzerstörung betrieben wird, könnte man sich mit einem seichten Lächeln im Gesicht zurücklehnen und dem Treiben unbekümmert weiter zusehen. Schließlich scheint "Im Namen der Arbeit" von Schwarz bis Rot, von Rechts nach Links, von Grün bis Gelb, von Braun bis Dunkelrot, tief in den Köpfen verankert.
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Geschrieben von Jörg Drescher
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Montag, 27. 12 2010 |
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Die meisten von uns dürften ihn kennen: Adam, den ersten Menschen aus der Bibel, der aus dem Paradies vertrieben wurde, weil er vom Baum der Erkenntnis aß. Doch wie passt dieser Adam mit dem Grundeinkommen zusammen?
Dieser Aufsatz bezieht sich auf den Vortrag „Adam in der Staatslehre“, der 1893 im historisch-philosophischen Verein zu Heidelberg von Georg Jellinek (1851-1911) gehalten wurde. Obwohl der Text relativ alt ist, beinhaltet er Aussagen, die in Bezug auf die Idee eines Grundeinkommens interessant sind. Doch zuerst ein Überblick des Vortragsinhalts.
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Geschrieben von Jörg Drescher
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Freitag, 24. 12 2010 |
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Hans Kelsen, der immer wieder als „Jurist des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet wird, schrieb ein 1953 veröffentlichtes Büchchen mit dem Titel „Was ist Gerechtigkeit?“ Diese Frage, so im Vorwort, sei eine ewige, auf die es vielleicht nie eine endgültig Antwort geben werde. Keine andere Frage sei von der Menschheit so leidenschaftlich diskutiert, für keine andere Frage sei so viel kostbares Blut und seien so viele bittere Tränen vergossen worden, und über keine andere Frage hätten die größten Denker so tiefsinnig nachgedacht.
Reihen wir uns, Sie als interessierter Leser und ich als Autor dieses Artikels, nur in die Tradition ein, eine Antwort auf ein scheinbar unlösbares Problem geben zu wollen? Wenn es keine endgültig Antwort auf die Frage nach der Gerechtigkeit gibt, wie soll sich dann ein Grundeinkommen mit Gerechtigkeit begründen lassen?
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Geschrieben von Jörg Drescher
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Sonntag, 13. 06 2010 |
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Mich erreichte ein Leserbrief an die Nürnberger Nachrichten zu dem Artikel "dm-Gründer: 1000 Euro und Würde für alle" mit der Bitte, ihn anonym zu veröffentlichen. Darin wird Kritik an Götz Werner geübt und sein Engagement für das Grundeinkommen hinterfragt. Hier der Leserbrief in voller Länge - unzensiert und ungekürzt.
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