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Hintergründe
Wie begründet sich das Grundeinkommen? Welche Aspekte gehören zum Grundeinkommen? Darüber schreiben Autoren in dieser Kategorie und geben ihre Meinung wieder, die nicht zwingend die der Portalbetreiber entspricht.

Nachruf: Einstellung der Aktualisierung im Archiv Grundeinkommen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jörg Drescher    Bookmark and Share
Mittwoch, 26. 10 2011

Nein, es ist niemand gestorben! Vielmehr wurde am 18. Oktober im Archiv Grundeinkommen angekündigt, dass die tägliche Aktualisierung dieses Angebotes bis auf weiteres leider eingestellt werden muss. Am 22. Oktober wurde eine Kurzbeschreibung des Arbeitsaufwands für das Archiv bekannt gegeben und nochmals betont, dass es keine Fortführung geben wird.

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Grundeinkommen: Im Namen der Arbeit PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jörg Drescher    Bookmark and Share
Montag, 11. 07 2011

Geht es der Wirtschaft gut, so könnte man das Mantra der Regierungen (nicht nur in Deutschland) verstehen, geht es den Menschen gut und sie haben durch Arbeit ihr Ein- und damit ihr Auskommen. Diese einfache Kausalkette scheint jedenfalls Entscheidungen zugrundezuliegen, die sonst kaum einer wirklichen Logik standhalten würde. Oder wie lässt sich Stuttgart-21 anders erklären? Klar, es ist ein Prestigeprojekt, aber auch mit Aufträgen für die Region und Arbeitsplätzen verbunden. 

Auch dem Panzerdeal mit Saudi-Arabien liegt die logische Kausalkette zugrunde: Auftrag = Arbeit = Einkommen = Auskommen. Schließlich hängen an der Rüstungsindustrie auch hunderte Zulieferbetriebe.

Und selbst die jüngste Nominierung Putins zum Quadriga-Preis für Gemeinwohl könnte man so interpretieren, dass dadurch Wohlwollen der russischen Landesführung "erkauft" wird, indem ihr Honig ums Maul geschmiert wird. Und wieder erschließt sich der deutschen Wirtschaft ein lukrativer Markt - in zweierlei Hinsicht: Als Absatzmarkt für deutsche Exportprodukte; oder als Lieferant für Gas.

Das sind nur die jüngsten und auffälligsten Erscheinungen, die von jemandem mit einem Kopfschütteln quitiert werden, der Zweifel daran hat, ob jedes Mittel Recht sein darf, um Menschen in Arbeit zu halten. Gäbe es da nicht andere Lösungen, Menschen mit einem Grundeinkommen zu versorgen, könnte dieses Unverständnis leicht in blanke Wut umschlagen. So allerdings ist das Kopfschütteln nur Ausdruck dafür, wie einfallslos jene sind, die uns regieren.

Wäre da nicht der bittere Beigeschmack, dass bei dieser perfieden Logik nicht nur Ethik- und Moralvorstellungen über Bord geworfen werden, sondern auch real Raubbau an der Natur und Umweltzerstörung betrieben wird, könnte man sich mit einem seichten Lächeln im Gesicht zurücklehnen und dem Treiben unbekümmert weiter zusehen. Schließlich scheint "Im Namen der Arbeit" von Schwarz bis Rot, von Rechts nach Links, von Grün bis Gelb, von Braun bis Dunkelrot, tief in den Köpfen verankert. 

 
Adam und das Grundeinkommen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jörg Drescher    Bookmark and Share
Montag, 27. 12 2010

Die meisten von uns dürften ihn kennen: Adam, den ersten Menschen aus der Bibel, der aus dem Paradies vertrieben wurde, weil er vom Baum der Erkenntnis aß. Doch wie passt dieser Adam mit dem Grundeinkommen zusammen?

Dieser Aufsatz bezieht sich auf den Vortrag „Adam in der Staatslehre“, der 1893 im historisch-philosophischen Verein zu Heidelberg von Georg Jellinek (1851-1911) gehalten wurde. Obwohl der Text relativ alt ist, beinhaltet er Aussagen, die in Bezug auf die Idee eines Grundeinkommens interessant sind. Doch zuerst ein Überblick des Vortragsinhalts.

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