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Auf der Seite http://www.countercurrents.org
gibt es eine Art Frage-Antwort-Spiel über die Ungleichheit in den USA . Ziel der
Seiteninhaber ist, das Bewusstsein über die Krise zu stärken und sinnvolle
Lösungen zu suchen. Zitat: „Wenn die Menschheit überleben soll, muss das
destruktive System des Kapitalismus und Konsumerismus durch ein
Wirtschaftssystem ersetzt werden, das auf einer gerechten und fairen Verteilung
basiert, sowie der nutzenbasierten Verwendung von Ressourcen.“ Das Motto
lautet: „Bildung, Organisation, Agitation“.
Das Frage-Antwort-Spiel von Jeffrey Rudolph beginnt mit den Worten: Die amerikanischen Massenmedien
beklagen regelmäßig die unbestreitbare Realität einer wachsenden Ungleichheit,
doch geben selten eine geschichtliche oder detaillierte Analyse. Vielmehr
stehen in den typischen Artikeln Statistiken über Ungleichheit mit
theoretischen Forderungen, die sich auf den Kapitalismus, Anreize, Wirtschaftswachstum
und Ungleichheiten beziehen.
Während viele daran zweifeln, dass der Kapitalismus das
bevorzugte Wirtschaftssystem für ein Land ist (trotz der unvermeidlichen
Ungleichheit), ist die Grundfrage, ob das amerikanische Kapitalismus-Modell
gegenüber anderen Versionen, wie zum Beispiel die von Europa oder Japan,
bevorzugt werden sollten. Eine irreführende Annahme der US-Massenmedien ist,
Kapitalismus mit der amerikanischen „Freie-Markt-Version“ gleichzusetzen. Die
Alternative dazu wäre das autoritäre, zentrale Planungssystem der zerbrochenen
Sowjetunion.
Folgendes Quiz zielt darauf ab, mehr Einblick in den
Kapitalismus und die Ungleichheit zu gewähren, indem historische Bezöge und
internationale Vergleiche aufgestellt werden. Das Ergebnis ist ermutigend: Die
USA kann sowohl gerechter, als auch produktiver werden – eigentlich, wie es
einmal war.
Frage 7 lautet: Richtig oder falsch: Die USA hat eine höhere
Sozialmobilität als Skandinavische Länder.
Antwort:
Falsch: „Im internationalen Vergleich der sozialen Mobilität
zwischen den Schichten zeigt, dass die Skandinavischen Länder eine höhere
Sozialmobilität haben, als Großbritannien, das wiederum eine höhere
Sozialmobilität als die USA hat. Es ist kein Zufall, dass starke Sozialstaaten
die höhere Sozialmobilität aufweisen. Insbesondere im Fall der USA lässt der
Fakt, dass die Gesamtsozialmobilität oftmals durch die geringe Sozialmobilität
am untersten Rand begründet wird, vermuten, dass dies durch das Fehlen eines
Grundeinkommens herrührt, was arme Kinder davor abhält, ihre Chancengleichheit
zu nutzen. Solange wir eine Umgebung schaffen, wo jedem ein Minimum an
Ressourcen garantiert wird, durch einen garantierten Mindestlohn, Bildung und
eine Gesundheitsversorgung, solange können wir nicht sagen, dass wir einen
fairen Wettbewerb haben. Chancengleichheit ist absolut notwendig, aber nicht
ausreichend, um eine wirklich faire und effiziente Gesellschaft zu schaffen.
(aus Ha-Joon Chang; 23 Things They Don't Tell You About Capitalism. Bloomsbury Press; New York : 2010; pp. 219-20.).
[...]
„Topanalysten der Weltbank bestätigten, dass Umverteilung,
sowie Wirtschaftswachstum, notwendig ist, um weltweite Armut zu beseitigen.
Nationen können keine Chancengleichheit bieten, ohne zuerst gesunde Maßnahmen
bei der gleichen Verteilung einzuführen. Das kommt daher, weil Gesellschaften
mit extremer Vermögensungleichheit ebenfalls extreme Machtungleichheit
generieren. Regierungen, die diese extreme Machtungleichheit aufweisen,
tendieren dazu, nicht im öffentlichen Interesse zu regieren, sondern im
Interesse wohlhabender Eliten.“ (http://www.fpif.org/articles/deeply_unequal_world)
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