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Japan und kein Grundeinkommen |
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Geschrieben von Jörg Drescher
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Donnerstag, 31. 03 2011 |
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Seit Wochen schreiben Medien über die Katastrophe in Japan. Das havarierte AKW in Fukushima bestimmt immer noch die Berichterstattung. Kaum
ein Wort über die Opfer des Erdbebens, das "normale Leben" und die
anstehenden Wiederaufbauarbeiten. Als in Haiti ähnliches geschah, aber weniger
Atom im Spiel war, gab es den Ruf nach einem Grundeinkommen für das gebeutelte
haitianische Volk. Wo bleibt der Ruf nach Hilfe für die Japaner?
Dass Japan weniger Spenden braucht als es in Haiti der Fall
war, dürfte bei einem als wohlhabenden geltenden Land verständlich sein. Aber
wäre nicht gerade ein Grundeinkommen, ähnlich wie in Haiti, hilfreich für die
Bevölkerung, die sich Lügen und Ausreden einer Atomlobby anhören muss? Oder
zittern wir selbst vor Angst, weil wir ebenfalls eine Technologie einsetzen, die, wie
Japan zeigt, äußerst gefährlich ist? Und vergessen wir vor lauter Angst und dem
Kreisen um uns selbst, dass gerade jetzt in Japan ein Grundeinkommen das Leid
lindern könnte?
Dabei gibt es in Japan auch ein Grundeinkommensnetzwerk, das
sich dort um die Verbreitung der Idee einsetzt und selbst in der japanischen
Politik fanden sich Unterstützer. Überschattet die Katastrophe sozialpolitische
Fragen?
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