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Grundeinkommen finanzieren
Geschrieben von Jörg Drescher    Bookmark and Share
Montag, 24. 05 2010

Gerade streitet die Regierung, wie sie die Schulden begleichen soll, die sie gemacht hat, um die Schulden anderer zu begleichen. Ein Ansatz ist (natürlich) das Soziale, wie zum Beispiel SPIEGEL-Online berichtet. Geld für ein Grundeinkommen ist dann natürlich nicht da - würde man antworten, wenn man die Frage denn überhaupt stellen könnte.

Dagegen leistet sich Deutschland in Afghanistan "kriegsähnliche Zustände", die auch Geld kosten. Wieviel? Danach fragt offenbar keiner... Die Süddeutsche Zeitung schreibt allerdings:

Die deutsche Öffentlichkeit debattiert über die Kundus-Affäre, über gefallene Bundeswehrsoldaten und über die Frage, ob der Einsatz am Hindukusch nun als Krieg bezeichnet werden kann - oder nicht. Was der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr aber den Steuerzahler kostet, ist kaum Thema. Eine aktuelle Studie möchte das ändern.

Heraus kam:

Ökonomen haben die Kosten des Afghanistan-Einsatzes berechnet - und kommen auf 36 Milliarden Euro. Die Regierung kalkuliert anders.

Wenn man sich nüchtern überlegt, ob Deutschland wirklich an diesem Krieg mitspielen muss, oder ob sich Deutschland nicht doch besser einmal der Verantwortung gegenüber dem Sozialstaat stellt, dann dürfte die Antwort leicht fallen. Und wie sich Horst Köhler (mp3, dradio, ab Min. 3 ) ausdrückte, dass "militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren - zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen, negativ, durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen...", heißt das, dass dort "gekämpft" wird, dass Menschen Arbeitsplätze und Einkommen haben. Aber offenbar ist Herr Köhler mit der Moral der deutschen Soldaten in Afghanistan unzufrieden (siehe n-tv). Vielleicht dann doch besser Grundeinkommen?




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