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Wer will ein Grundeinkommen?
 

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Gemeinsam dagegen...
Geschrieben von Jörg Drescher    Bookmark and Share
Freitag, 5. 02 2010

Das Grundeinkommen eint – selbst die Gegner aus unterschiedlichen Parteien, wie das Beispiel Sahra Wagenknecht (Die Linke) und Andrea Ypsilanti (SPD) zeigt. Wie der Tagesspiegel berichtet, gab es Uneinigkeit in vielen Punkten, aber von beiden einhellig: es gäbe gute Gründe gegen ein Bedingungsloses Grundeinkommen.

Leider wurden die „guten Gründe“ nicht genannt. Aber es lässt sich erahnen, dass man den Empfängern nicht zutraut, mit ihrer (neu gewonnenen) Freiheit umzugehen, da sie es offenbar noch nie gelernt haben. Der Freiheitsbegriff schmeckt im linken Parteispektrum nicht sonderlich, da das Liberale gerne mit dem „Neoliberalismus“ verwechselt wird.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen findet seine Gegner dort, wo man es scheut, Freiheit zu lehren. Denn Freiheit ist dann gefährlich, wenn der Umgang damit nie richtig erlernt wurde. Ein Grund gegen das bedingungslose Grundeinkommen ist mit Sicherheit die notwendige Verantwortung, die der Einzelne auch für die Gemeinschaft übernehmen muss, ohne jemals wirklich darauf vorbereitet worden zu sein.

Aber statt Vorbereitungen zu treffen, dass jeder Einzelne diese Verantwortung übernimmt (Stichwort: Emanzipation), wollen wenige Verantwortung tragen, die mit dem Begriff „Macht“ gleichgesetzt werden kann. Deshalb ist es kein Wunder, dass die heute Mächtigen (die eigentlich die Verantwortlichen sein sollen, aber dazu nicht zur Rechenschaft herangezogen werden wollen) keine Lust auf ein bedingungsloses Grundeinkommen haben, da sie ein Stück ihrer Macht abgeben müssten.

 




Kommentare (1)
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1. Geschrieben von: Bernhard am 06-02-2010 17:55 - Registriert
 
 
Leider haben nur wenige Menschen die notwendige Kompetenz sich wirklich in andere Lebensstrukturen hineinzudenken. Es schein so, als ob Menschen gleicher Denkart in ihren eigenen Lebensräumen gefangen bleiben. Es müssten möglichst viele Menschen einige Lebens-Szenarien in unserer Gesellschaft für längere Zeit selbst erfahren, damit sich so etwas wie Verständnis entwickeln kann. Und genau in dieser Phrase befindet sich unsere Gesellschaft. Jeder kann seinen Job verlieren und jeder kann eine nervtötende Tätigkeit zugewiesen bekommen. Die einzigen Menschen, die in ihrem eigenen Gedankenraum gefangen bleiben, sind Beamte im höheren Dienst und die Politiker. Der Gedankenaustausch bleibt bei dieser Gruppe im Moment weiterhin blockiert. Und deshalb halten die entsprechenden Personen auch ihre Ansicht zum bedingungslosen Grundeinkommen aufrecht.
 

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