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2009 war schlimm, 2010 wird schlimmer
Geschrieben von Jörg Drescher    Bookmark and Share
Montag, 28. 12 2009

Wie Spiegel-Online in dem Artikel Arbeitsmarkt 2010 schreibt, sehen die Arbeitsmarkt-Prognosen für das Jahr 2010 schlecht aus. So heißt es:

Nach 2008, dem Jahr der Finanzkrise, und 2009, dem Jahr der Konjunkturkrise, rüstet sich Deutschland nun für 2010, für das Jahr der Jobkrise.

Leider fehlt in dem Artikel jeglicher Hinweis, wie sich Deutschland gegen diese Jobkrise rüstet. Ein Grundeinkommen ist vielleicht zu utopisch - allerdings wäre eine negative Einkommenssteuer als Sofortmaßnahme schnell umsetzbar und dürfte mit Sicherheit die schlimmsten Auswüchse der kommenden Krise abfedern. Dies könnte Zeit geben, um das ganze System zu reformieren. Das große Problem: Die Politik hat offenbar kein Interesse daran, die Krise zu beseitigen...




Kommentare (3)
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1. Geschrieben von: Guido Riga am 29-12-2009 06:43 - Registriert
 
 
Warum so bescheiden Jörg,ein BGE finde ich überhaupt nicht utopisch und das Dilthey Modell ist genau richtig ,da braucht ihr euch nicht zurückhalten. 
Das Problem sind CDU/FDP und SPD ! Aber lass mal die Jobkrise kommen,da wird einiges in Bewegung kommen,warum nicht das Dilthey Modell offensiv vertreten ! Mit dem Werner Modell wird die Schere zwischen Arm und Reich nicht geringer ! Mit der negativen Einkommenssteuer ist das nicht die FDP-Linie ? 
 
Soziale Proteste oder gar Unruhen sind nicht auszuschließen und damit doch eine riesen große Chance für ein grundlegende Systemänderung ! Warum nicht helfen Proteste zu entfachen ? 
Proteste müßen doch nicht gewaltätig sein,es muß nicht wie 68 sein - Massenproteste wie in den 80iger der Friedensbewegung,dass wäre das richtige ! Soziale Proteste mit der Forderung nach einem BGE und einer Verknüpfung mit der Umwelt und Friedensbewegung ! 
Auf Bündnisse kommt es an ,trennendes zurückstellen und für neues aufgeschlossen sein.
 
2. Geschrieben von: Guido Riga am 29-12-2009 06:59 - Registriert
 
 
Auch die Bildungsproteste werden 2010 weitergehen,alle möglichen Proteste miteinander verknüpfen zu einer einzigen,dass wird Systemsprengend sein ! Wir dürfen gespannd sein auf die Jahre 2010,2011...
 
3. Geschrieben von: Jörg Drescher am 30-12-2009 10:59 - Registriert
 
 
@Guido: das Dilthey-Modell ist der vernünftigste und am weitesten fortgeschrittendste Ansatz, den ich kenne - trotzdem bleiben noch Fragen offen, die sich nicht so schnell in Gesetzen abspiegeln lassen (geschweige denn, daß es die politische Macht dafür gäbe). So gesehen ist das Dilthey-Modell (für mich) eine Art "Endstufe", wobei unklar ist, wie man es bis dahin schafft. 
 
Als (schnelle) Übergangslösung sind durchaus Modelle denkbar, die im ersten Moment den Verwaltungsaufwand, die Repressionen und Bedingungen reduzieren, um jedem ein lebenswertes Dasein zu ermöglichen. Damit ist es allerdings nicht getan. 
 
Aber offenbar sehen das einige so und denken nicht weiter. Ansonsten würde man mehr über "Stufenpläne" lesen. Die Hartz-Reformen wurden auch nicht von heute auf morgen eingeführt. Was allerdings komplett fehlt: Der (politische) Wille, überhaupt einen Weg in Richtung Grundeinkommen zu gehen. Und so provoziert man Proteste bis hin zu (gewalttätigen) Ausschreitungen.
 

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