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Geschrieben von Jörg Drescher
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Sonntag, 13. 12 2009 |
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Wenn man die Bundeskanzlerin Angela Merkel richtig versteht, ist ihr Arbeit in Deutschland und Europa wichtiger, als das Klima der Erde. So heißt es in mehreren Onlineausgaben (z.B. Handelsblatt), dass der Schutz von Arbeitsplätzen vor dem Schutz des Klimas geht. Merkel erhofft sich auf der einen Seite durch Umweltschutztechnologie einen Wachstumsschub für Deutschland, warnt aber auf der anderen Seite, dass man es nicht zulassen dürfe, „dass Deutschland und die anderen europäischen Industriestaaten weit voran gehen beim Klimaschutz, andere nichts tun und dann Arbeitsplätze bei uns abwerben mit dem Argument, weniger Kosten für den Klimaschutz.“
Dies kommt einem sozialen Dilemma gleich. Das heißt: wenn die bestmögliche Verfolgung individueller Interessen der beteiligten Akteure diese in einen Zustand führt, der sie schlechter stellt als Lösungen, in denen auf die beste Handlung zur Maximierung der individuellen Interessen verzichtet wird. Umgangssprachlich auch: Gewinne werden individualisiert, Verluste hingegen sozialisiert (siehe Wikipedia).
Vielleicht sollte sich Merkel einmal über Zusammenhänge Gedanken machen, die Auskommen und Arbeit betreffen. Dabei müsste sie zu dem Schluss kommen, dass ein Grundeinkommen – mit einer Trennung von Auskommen und Arbeit – auch dem Klima zugute kommen würde.
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