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Geschrieben von Matthias Dilthey
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Montag, 9. 11 2009 |
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SCHOPFHEIM (bry). Eine absolut volle Regio-Buchhandlung und eine angeregte und sachliche Diskussion zeugten von dem großen Interesse, das dem neuen Buch von Jost Noller entgegengebracht wird. Mit "Auslaufmodell Sozialstaat?" will der Autor Denkanstöße und Anregungen zu einer Neugestaltung der Sozialsysteme in Deutschland geben. Jost Noller, promovierter Politologe und langjähriger SPD-Gemeinderat, hat sich in seinem neuen Buch kritisch mit unseren heutigen Sozialsystemen auseinandergesetzt und bietet Denkanstöße, wie durch eine Reform die Systeme heutigen und künftigen Anforderungen gerechter werden können, wie Rainer Stickelberger (SPD-MdL) in seiner Buchvorstellung betonte. Dabei schlägt der "streitbare Politiker" Noller, wie Stickelberger es formulierte, den historischen Bogen aus der vorindustriellen Zeit in die Gegenwart und sucht nach grundlegend neuen Ansätzen.
Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit der Forderung nach einem "bedingungslosen Grundeinkommen" oder einem "Bürgergeld" kommt Noller zu dem Schluss, dass hier der falsche Ansatz vorliegt. Dabei werden finanzielle Leistung und Arbeit voneinander entkoppelt, referierte Stickelberg, sinnvoller sei es nach Noller, die Finanzierung der Sozialsysteme von der Arbeit zu entkoppeln. Konkret kann das bedeuten: Die Arbeitgeber zahlen keine Arbeitgeberanteile mehr in die Sozialsysteme. Durch die Entlastung von den Lohnnebenkosten wird die Arbeitsleistung billiger, und es können mehr Arbeitsplätze geschaffen werden.
Schade, dass die "Ewig Gestrigen" den Niedergang (und die Gründe dafür) der Traditionspartei SPD nicht erkennen können oder erkennen möchten.
Es wäre nicht verwunderlich, wenn demnächst in der Hausordnung des Willy-Brandt-Hauses ein Zusatz aufgenommen würde: Der Letzte macht das Licht aus!
Quelle: Badische Zeitung
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