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Gysi hat Bedenken gegen ein Grundeinkommen
Geschrieben von Klaus Räuber    Bookmark and Share
Donnerstag, 22. 10 2009

Eigentlich müsste die Überschrift zu dieser Meldung eher lauten "Gysi meets Steiner", da Gregor Gysi auf abgeordnetenwatch.de die folgende Frage beantwortet:

Was halten Sie von der Dreigliederung der Gesellschaft nach Rudolf Steiner und der Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens?

Die Antwort war relativ dürftig, was allerdings mit der etwas langen Einführung zur Frage zusammenhängen könnte:

Ihre Verzweiflung kann ich gut verstehen, aber vielleicht überwinden Sie sich und engagieren sich bei der Linken.

Wenn man irgendwo dabei ist, mit streitet, mit macht, dann kann man zwar auch verlieren, aber doch wenigstens im Kampf. Unsere Gesellschaft ist in mehreren Schichten getrennt. Gegen das bedingungslose Grundeinkommen habe ich allerdings Bedenken.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gysi 




Kommentare (5)
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1. Geschrieben von: Guido Riga am 23-10-2009 12:33 - Registriert
 
 
Gott sei Dank gibt es bei "den Linken" eine starke Fraktion für ein Emanzipatorisches Grundeinkommen(es wird kein Basta geben).Diese wird die gesellaftliche Diskussion um ein emanzipatorisches Grundeinkommen immer wieder auch Medienwirksam entfachen. 
Gott sei Dank gibt es diese "Linke" in unserem Land und im Bundestag !
 
2. Geschrieben von: Jörg Drescher am 23-10-2009 13:42 - Registriert
 
 
Offenbar hat aber gerade eine wichtige Person dieser Linken Bedenken gegen ein emanzipatorisches Grundeinkommen. Im allgemeinen vermittelt diese Partei eher den (sozialistischen) Wunsch, ein Recht auf Arbeit, statt ein Recht auf Einkommen zu garantieren. Da mag es zwar einen Teil geben, die sich für ein Grundeinkommen einsetzen - aber dieser ist nicht Meinungsbestimmend. Würden sich die BGE-Befürworter aus allen Parteien in einer neuen bündeln, wäre ein Grundeinkommen wirklich wählbar - aber so kämpft jeder für sich und verschwendet damit Kräfte, die anderweitig besser eingesetzt wären.
 
3. Geschrieben von: Guido Riga am 23-10-2009 14:18 - Registriert
 
 
Jörg da gebe ich dir recht aber woran und an wen scheitert denn eine überparteiliche Absprache der Befürworter eines emanzipatorischen Grundeinkommens ? Und wurde denn jemals ernsthaft ein solcher Versuch unternommen ?
 
4. Geschrieben von: Erik Völter am 23-10-2009 15:24 - Registriert
 
 
Hallo Daniel, 
es gibt Konservative, die sich für ein emanzipatorisches BGE einsetzen und es gibt Linke, die das ebenfalls tun. Das ist aber auch schon das Einzige, was die beiden verbindet. Zur Gründung einer gemeinsamen Partei wird das wohl kaum ausreichen. 
Daniel hat hier mal vom "Virus" BGE geschrieben, ein treffendes Bild dem ich hinzufügen möchte, ein Virus ohne nachhaltiges Gegenmittel. Dieser kann alle infizieren, in jeder Partei. Doch bislang erleben wir nur das vereinzelte auftreten dieses Virus`. Lasst uns also an der Verbreitung arbeiten, in alle Richtungen.
 
5. Geschrieben von: Daniel Kuneck am 23-10-2009 19:58 - Registriert
 
 
Hallo Leute, Hallo Erik, 
bisher konnte mich noch niemand davon überzeugen, dass die Einführung des BGE durch die etablierte politische Klasse (vertreten durch die Parteien in Bund- oder Länderparlament)erfolgen kann! Sie sieht das BGE als "Bedrohung"! Ihr oberstes Ziel ist "Macht" zu gewinnen oder sie nicht zu verlieren! Gemäß den normativen Regeln ihres Denkens (welches nicht von der Pflicht "dem Souverän zu dienen" sondern von ihrer Selbstüberschätzung-Ideologie "Ich kam, ich wurde gewählt, ich herrsche!" geprägt ist)wird gegen eine solche Bedrohung reflexartig eine Art "Notfallalarmausnahmezustands-Plan" ausgelöst. Zur Abwehr sind alle "Waffen" erlaubt (wie man auch wieder in den letzten Monaten erleben konnte). 
Sie erkennen nicht, dass das BGE für sie lediglich eine "Veränderung" und nicht eine "Entmachtung" bedeuten würde (Gysi macht hier keine Ausnahme). 
Daher bin ich der Meinung, dass das BGE in absehbarer Zeit nur über den Weg der Volksabstimmung realisiert werden kann. Selbst wenn heute 90% von uns "Machtlosen" für das BGE wären; ohne rechtsgültigen und weisungsgebundenen Auftrag bewegt sich der  
"Volksvertreter-Clan" keinen Millimeter.
 
 
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