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Soldaten und Grundeinkommen
Geschrieben von Klaus Räuber    Bookmark and Share
Samstag, 17. 10 2009

Frank Thomas vom Forum Grundeinkommen stellt mehrere Fragen in Bezug auf ein Grundeineinkommen im Zusammenhang mit dem Soldatensein:

Soldaten streben nach Sicherheit. Für sich und andere. Ein sicherer Sold verspricht wirtschaftliche Sicherheit. Auch für  Familien. Wie viele Soldaten würden nicht Zeitsoldat werden, Berufssoldat, wenn bekannt wäre welchen hohen Risiken ihre körperlich, seelische und geistige Gesundheit ausgesetzt wird. Was würden Soldaten tun wenn ihnen unabhängig von ihrem Job ein Einkommen garantiert würde, allen Soldaten auf dieser Erde? Wie viele Söldner, wie viele Soldaten würden noch ihre Gesundheit in Gefahr bringen, ihr Leben und das anderer zerstören, wenn nicht nur ihr Sold ein gutes Auskommen und eine gute Rente verspräche, sondern auch ein Bedingungsloses Grundeinkommen?

Diese Fragen werfen weitere auf, die mit der Einführung eines Grundeinkommens im Alleingang eines Staates verbunden sind. Angenommen, die Ukraine oder Georgien würde ein Grundeinkommen einführen; der "große Bruder" Russland dürfte zum einen dieser Idee nicht gerade aufgeschlossen gegenüberstehen und zum anderen bestehen geopolitische Interessen an den genannten Ländern. Wenn die Moral der "Streitmacht" durch ein Grundeinkommen entsprechend geschwächt ist, dürfte es für Russland ein Leichtes sein, militärisch zu intervenieren.

Entsprechend verhält es sich mit einem Grundeinkommen ähnlich, wie im "Kalte Krieg", als die militärische Aufrüstung dazu diente, vor Angriffen abzuschrecken - wer alle Waffen (und Soldaten) abschafft, macht sich angreifbar...




Kommentare (11)
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1. Geschrieben von: Erik Völter am 17-10-2009 17:59 - Registriert
 
 
Versteh ich nicht! Was willst Du damit aussagen?
 
2. Geschrieben von: Daniel Kuneck am 17-10-2009 19:06 - Registriert
 
 
@ Erik: Ist doch ganz einfach; Frank Thomas versucht in seinem Artikel die Auswirkung des BEGs auf die Motivation eines Bürgers, Soldat oder Söldner zu werden, darzustellen (BEG = weniger Soldaten = weniger Krieg auf der Welt). 
Klaus sieht hierbei Probleme wenn das BEG nicht global sondern nur regional/national eingeführt wird (Russland-Beispiel). 
 
Zumindest bei Frank Thomas merkt man, dass er keine Ahnung vom Soldatentum und Militär hat, was ich ihm jedoch, da er vermutlich Pazifist ist, absolut nachsehe. Seine Argumentationskette wirkt halt auf mich etwas ulkig.
 
3. Geschrieben von: Erik Völter am 17-10-2009 20:16 - Registriert
 
 
Hallo Daniel,  
so weit konnte ich auch folgen. Ich frage mich nur, ob ein BGE Einfluss auf die Arbeitsbereitschaft der Menschen hat, egal ob Soldat oder Kanalarbeiter. Ein BGE soll nicht von der Arbeit fernhalten, sondern zur Arbeit befreien. Es bleibt doch ein Arbeitsmarkt. Wenn es sich lohnt Soldat oder Feuerwehrmann (beide riskieren gleichermaßen ihr Leben) zu sein, dann macht man es. Egal ob BGE oder nicht. Was will uns Kaus sagen?
 
4. Geschrieben von: Daniel Kuneck am 17-10-2009 22:33 - Registriert
 
 
Aus Sicht mancher Diskutanten gibt es eben auch "böse" Berufe (Militär,Waffenindustrie, Atomenergie etc.) die bei einem BGE aus moralischen Gründen niemand mehr machen würde. Wenn nun das BEG nicht global gleichzeitig eingeführt werden würde könnte es aus Sicht von Klaus zu einen militärischen Ungleichgewicht (Staat mit BEG = weniger Soldaten) kommen, welches wiederum von Schurkenstaaten (= kein BEG = viele Soldaten) für eine Intervention ausgenutzt werden könnte. Auch ich bin deiner Meinung, dass "Soldat sein" grundsätzlich kein "böser" Beruf ist. Andere sehen dass aber anders...
 
5. Geschrieben von: Guido Riga am 18-10-2009 07:14 - Registriert
 
 
Was für eine blöde Diskussion ! 
 
Da lobe ich mir Costa Rica,die haben keine Armee,komischerweise werden sie(Costa Rica)nicht angegriffen. 
 
Natürlich muß Abrüstung auf der Agenda ganz oben stehen (an erster Stelle),ohne dieses benötigen wir auch kein Grundeinkommen,dann macht es nämlich bald buff und uff ! 
 
Nie wieder Krieg,nie wieder Faschismus muß die Losung heißen!
 
6. Geschrieben von: Guido Riga am 18-10-2009 07:29 - Registriert
 
 
Es ist schon erstaunlich wie auf diesem Portal immer wieder Argumente und Bedenken gegen ein Grundeinkommen gesammelt werden !!! Wollt ihr überhaupt ein BGE oder seit ihr eher für die Aufrüstung aller Armee !
 
7. Geschrieben von: Daniel Kuneck am 18-10-2009 08:52 - Registriert
 
 
Hast wohl schlecht geschlafen und bist zu früh aufgewacht, Guido? 
Da die Argumentation von Klaus eine gewisse Logik in sich birgt ist sein Einwand erstmal durchaus berechtigt. 
Und anstatt hier gleich mit Diffamierung herum zu rülpsen wäre es sicherlich hilfreicher ihm Argumente gegen seine Befürchtungen an die Hand zu geben. Diese Plattform hier nur mit propagandistischen Durchhalteparolen zu füttern wäre doch wohl zu billig!
 
8. Geschrieben von: Guido Riga am 18-10-2009 17:00 - Registriert
 
 
Daniel,schön dass du Ahnung von "Soldatentum und Millitär hast",genau diese Aussage von dir war mir dann doch zu viel.Es gibt eine Partei die sich neuerdings für das Grundeinkommen interessiert aber vor allem für Soldatentum,dort kannste ja mal ein Aufnahmeantrag stellen ! 
Ja,ja, wenn nur der böse Russe nicht wäre !  
Darauf zu warten,dass ein Grundeinkommen weltweit eingeführt wird - heißt darauf zu verzichten ! Da haben sogar die Trotzkisten mit ihrer Forderung nach einer weltweiten Revolution eher Erfolg. 
Wenn man sich dieses Portal anschaut,fällt einem sehr schnell auf das nicht offensiv für ein BGE geworben wird,na dann kann man ja wirklich lange darauf warten. 
Dann verteidigt mal weiter die Freiheit am Hindukusch. 
Servus !
 
9. Geschrieben von: Daniel Kuneck am 18-10-2009 18:48 - Registriert
 
 
Jetzt muss ich doch langsam schmunzeln. Wieso willst du alles "Falsch" verstehen? 
Richtig ist, dass ich vor 20 Jahren Zeitsoldat war und meine "Soldatenkarriere" wegen des Bosnien/Kosovo-Einsatz beendete, den ich genauso ablehnte wie ich heute den Afghanistan - Krieg ablehne. 
Ich habe nur im Laufe meines Lebens gelernt, nicht jeden der nicht meiner Meinung ist gleich "Niederzumachen" sondern versuche ihn mit Sachargumenten zu überzeugen. Meine Meinung zur Umsetzung des BEGs kannst du in meinen Kommentar zum Artikel "Beschäftigungs- und Arbeitstherapie" hier im Portal nachlesen. Bleib sauber!
 
10. Geschrieben von: Klaus Räuber am 19-10-2009 18:08 - Registriert
 
 
@Guido: Grundeinkommen ist erstens nicht gleich Grundeinkommen, was hier im Portal immer wieder versucht wird, klar zu stellen; zweitens gibt es beim Grundeinkommen genug ungeklärte Dinge, die man vorher überlegen kann. Wenn Dir eine rosarote Brille lieber ist, such Dir Artikel, die sich mit dem Thema unkritisch auseinander setzen. Du (und jeder andere) ist gleichfalls herzlichst dazu eingeladen, selbst etwas zum Thema beizusteuern - und zwar mit eigenen Artikeln und nicht nur als Reaktion auf Vorgegebenes. 
Kritik am Grundeinkommen sollte nicht durch Kritik an der Kritik geäußert werden, sondern durch sachliche Argumente. 
Wenn jemand Geld fürs Menschsein bekommt (=Grundeinkommen) und zusätzlich dafür, sein Menschsein zum Soldatsein (=Sold) verkauft, wird bei einer Erschießung im Krieg nicht viel Spaß an seinem Sold haben. In Friedenszeiten ist Soldatsein (ohne Grundeinkommen) ein relativ lockerer Job und stückweise mit Abenteuer verbunden; in Kriegszeiten hingegen ist Sold gegen Gewissen abzuwägen. Nur beeinflußt ein Grundeinkommen diese Entscheidung...
 
11. Geschrieben von: Daniel Kuneck am 19-10-2009 20:31 - Registriert
 
 
@Klaus: Ich habe durch den Disput mit Guido ganz vergessen deinen Artikel zu kommentieren :-) 
Ich teile nicht deine Befürchtung, dass durch die Einführung des BGE die "Verteidigungsbereitschaft" eines Staates sinkt. Richtig ist, dass die moralische Bewertung eines Berufes durch das BGE mehr als heute in den Vordergrund rückt. Der Wunsch die Menschen und Werte "meines Landes" notfalls mit der Waffe zu verteidigen ist jedoch aus meiner Sicht moralisch nicht verwerflich.
 
 
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