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Das Aktuelle Archiv Grundeinkommen verweist auf einen Aufruf, das BGE-Projekt in Namibia weiterhin zu unterstützen, da es Ende 2009 abläuft. Mit 100 Namibia-Dollar (ca. 9 Euro) wird einer Person in dem Dorf Otjivero ein Monat ohne Existenzangst ermöglicht.
Schaut man sich die Kostenaufstellung der "Krönungswelle" an, zeigt sich, dass dort an 16 Tagen 75 Eurocent pro gekrönten Kopf (37.500 Euro/50.000 Kronen) ausgegeben wurden. Teilt man die Summe (37.500) durch 9 Euro pro Monat und 1.000 Personen, würde den Dorfbewohnern in Namibia ca. 4 Monate lang die Existenzsorge genommen. Das heißt, 12 gekrönte Häupter in Deutschland bescheren statistisch gesehen einer Person in Namibia einen Monat lang Existenzsorgen.
Diese Rechnung ist deshalb interessant, da das "Krönungsteam" in einer Pressemitteilung erklärt, mit dem Gedanken zu spielen, den "Krönungsbus" zu kaufen und auf Europa-Tournee zu gehen. Eine Kostenplanung liegt nicht vor, weshalb nicht gesagt werden kann, wie lange ein Namibier dafür Existenzangst leiden muss.
Bedenkt man die internationale Reaktion(en) auf das Projekt in Namibia, das ein Umdenken in der Entwicklungshilfe nach sich ziehen kann, und setzt dabei die nationale Reaktion der "Krönungswelle" in Vergleich, sollte überlegt werden, welches Projekt dem Grundeinkommen mehr dient.
Dabei steht immer die Menschenwürde im Vordergrund einer BGE-Forderung. Würde ein Grundeinkommen in Deutschland eingeführt, ist nicht abzusehen, wie unwürdig Menschen in den deutschen Botschaften weltweit behandelt werden, die nach Deutschland kommen wollen - selbst wenn sie keine bösen (Migrations)Absichten haben. Schon heute werden Antragssteller eines Visas für Deutschland mit unangenehmen Fragen "belästigt", was weit über das "Unwürdeniveau" von Hartz-IV-Empfängern hinausgeht.
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