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Ein Kommentar zur Wahl
Geschrieben von Matthias Dilthey    Bookmark and Share
Montag, 28. 09 2009

Großsprecher, Zuhälter, Nutten und anderes Getier

Ein jeder, der sich durch diesen Kommentar angesprochen fühlt, möge sich bitte selbst einordnen. Beginnen wir mal mit Herrn Reimund Acker. Herr Acker spielt den "starken Mann" beim Netzwerk Grundeinkommen. Beurteilt die Qualität der Mitglieder-Beiträge auf der Mailing-Liste des Netzwerks Grundeinkommen. Wurde ohne wirkliche demokratische Legitimation in den Netzwerk-Rat berufen und "regiert" dort mit eiserner Hand. Ließ sich zusammen mit einer anderen Dame des Netzwerksrats aus Spendengeldern für das BGE eine "Dienstreise" in die USA bezahlen. Versprach einen Rechenschafts-Bericht darüber zu erstellen, auf den wir alle noch immer warten.
Zwei Tage Krönungswelle und einen ?Kongress? bekam er für viel BGE-Spenden-Geld gestellt. Und dann hat es für nicht einmal 800 Stimmen für Reimund Acker bei der Bundestagswahl gereicht? Schlimmer kann eine einzelne Person die BGE-Bewegung nicht schädigen!

Aber Acker kann sich trösten, es gab ja noch Willi Weise. Der weise "Willi" Schönbeck hat den Mund ja so vollgenommen, laut von "Fraktionsbildung" hat er geträumt. Jedoch wurde auch er mit samt seiner Jünger von den Wählern zur Fraktion der Verlierer geeint.
Ralf Boes erzielte immerhin 2.300 Stimmen, fast das vierfache von Reimund Acker. Aber nicht einmal ein Zehntel der Stimmen seines Mitbewerbers Klaus Lederer, für den es leider auch nicht für den Bundestag gereicht hat.

Dann hätten wir noch den Volker Stöckel der auch schmerzhaft lernen musste, dass die Menschen keine Krone aufgesetzt bekommen möchten, sondern Gleiche unter Gleichen sein möchten. Zumindest lassen seine nicht mal 700 Stimmen keinen anderen Schluss zu.
Ein tragisches Beispiel hingegen ist die Tagesmutter Susanne Wiest. Wenn man den Veröffentlichungen glauben darf, geriet sie in einen Strudel von Selbstdarstellern und wurde von Basel über Karlsruhe bis nach Hannover heftig umgarnt. Geschickt wurde ihr offensichtlich der Stolz der Eigenständigkeit genommen und anschließend wurde sie mit dem "Adrenalin der Bühne" abhängig gemacht. Darüber hat sie ihre Autentität verloren. Eine Autentität, die ihrer Petition zum Bedingungslosen Grundeinkommen einstmals ca. 50.000 Stimmen eingebracht hat.
Aber das "Adrenalin der Bühne" brachte sie gezielt soweit, sich für ein paar Kronen zu prostituieren; ja sogar Feind und Freund zu Kaffee und Kuchen zu ihr nach Hause einzuladen. Die Dealer ernteten Ehre und Ruhm, Frau Wiest nicht einmal 1.500 Stimmen. Ein schwacher Trost könnte sein, dass es ihre Gegenkandidatin mit knapp 6.000, also dem 4-fachen an Stimmen, auch nicht geschafft hat.

Aber auch bei den Kandidaten der Parteien sieht es nicht besser aus: Weder Zion, noch Strengmann-Kuhn oder Kipping konnten ein Direktmandat erzielen.
Der Wähler hat eben ein sensibles Gefühl dafür, wer es mit der Emanzipation ehrlich meint. Und ich dachte immer, Zuhälter kämen aus dem Ausland ...


Kommentare (2)
RSS Kommentare
1. Geschrieben von: Guido Riga am 28-09-2009 11:10 - Registriert
 
 
Oh,Oh Herr Dilthey,du teilst aber nach allen Seiten ganz schön aus ! verkraulst du nicht damit eventuelle Bündnisspartner ? Wie wäre es denn der PsgD ergangen,wären sie über 0,1% hinausgekommen ?Es sollte mal ein Runder Tisch von Vertretern eines emanzipatorischen BGE einberufen werden und Konkret ein Modell festgelegt werden und dieses dann wirklich offensiv,parteiübergreifend propagiert werden ! 
Vielleicht könnte die Piratenpartei dafür gewonnen werden,denen fehlt bisher ein Sozialpolitisches Profil und ein emanzipatorisches BGE würde gut zu dieser Partei passen.
 
2. Geschrieben von: Jörg Drescher am 28-09-2009 11:25 - Registriert
 
 
Wie heißt es aus der BGE-Szene so schön: "Nichts ist so stark, wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist". Das Wahlergebnis und vor allem das Ergebnis der BGE-Kandidaten zeigt: Die Zeit ist noch nicht für ein BGE reif. Es gehört auch zur emanzipatorischen Politik, die Zeichen der Zeit lesen zu können... 
Der "runde Tisch" hätte längst einberufen werden können, wenn er denn gewollt gewesen wäre. Aber offenbar müssen erst solche Ergebnisse (Try and Error) erreicht werden, um die Strategie zu ändern...
 
 
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