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Und Thomas Straubhaar hat doch recht!
Geschrieben von Matthias Dilthey    Bookmark and Share
Sonntag, 20. 09 2009

Thomas Straubhaar, bekannt als ein Befürworter eines neo-liberalen, Arbeitszwang schaffenden Bürgergeldes, hat in seinem bei Spiegel Online veröffentlichten Beitrags recht:

Warum eine höhere Mehrwertsteuer Deutschland retten kann
Radikale Forderung vor der Bundestagswahl: Der Hamburger Wirtschaftsexperte Thomas Straubhaar verlangt für Deutschland eine höhere Mehrwertsteuer. So könnten die horrenden Lohnnebenkosten gesenkt werden, Tausende bekämen wieder Arbeit.
[...]
Die Lohnnebenkosten verteuern einseitig den Faktor Arbeit, so dass selbst dort Automaten eingesetzt werden, wo Menschen genauso gut die Aufgaben erledigen könnten.

Man muss sich diesen Satz auf der Zunge zergehen lassen: ...so dass selbst dort Automaten eingesetzt werden, wo Menschen genauso gut die Aufgaben erledigen könnten.
Straubhaar möchte allen Ernstes die Menschen in Tätigkeiten zwingen, die Maschinen mit gleicher oder besserer Qualität erledigen können, als intelligente Lebewesen!
Zeichnet nicht das Bestreben, Arbeit zu erleichtern, zu rationalisieren und auf Automaten zu übertragen, den Menschen aus?

"Sozial ist, was Arbeit schafft" gewinnt unter Straubhaar's Aussage eine komplett neue Dimension. Denn im Klartext bedeutet seine Aussage Untermensch, solange du mit der Maschine konkurrieren kannst, geben Herrenmenschen dir dein Futter.

Aber trotzdem hat Straubhaar mit einer Aussage recht: Ein hohes Grundeinkommen bedingt hohe Steuersätze, ein niedriges Grundeinkommen ermöglicht tiefe Steuersätze. Hohes Grundeinkommen und hohe Steuersätze verringern den Anreiz zu arbeiten, niedriges Grundeinkommen und niedrige Steuersätze verstärken den Anreiz zu arbeiten.

Mit anderen Worten ausgedrückt sagt Straubhaar, dass mit einem hohem BGE diejenigen, die zukünftig gegen Maschinen antreten sollen um ihren Lebensunterhalt zu fristen, den Dienst verweigern werden. Und dass mit einem hohen BGE auch die, die sich bisher der Muße hingeben konnten, selbst und eigenständig "Hand anlegen müssen", um ihren Überfluss zu finanzieren.

Jedoch sollten wir es Thomas Straubhaar hoch anrechnen, dass er uns noch vor der Wahl erklärt hat was passiert, wenn "schwarze Sozialiät" auf "gelben Feudalismus" trifft.




Kommentare (1)
RSS Kommentare
1. Geschrieben von: Jürgen Beck am 23-09-2009 21:51 - Registriert
 
 
Hallo Dilthey, 
Hier gibt es einen "Dummen" der das bedingungslose Grundeinkommen nicht verstanden hat und laufend gegen alles wettert und Halbwissen weitergeben muß, warum erschleisst sich mir noch. Ich hoffe das Dich endlich mal jemand wegen Verleumdung verklagt. Der erste wird ein Willi Weise Mann sein. 
Beste Grüße makemoney
 
 
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