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Welt-Suizid-Präventionstag
Geschrieben von Jörg Drescher    Bookmark and Share
Donnerstag, 10. 09 2009

Laut einem Artikel auf Stern.de zum Welt-Suizid-Präventionstag (seit 2003 jährlich am 10. September von der WHO ausgerufen) wird davor gewarnt, dass die Krise durch damit verbundene Arbeitsplatzverluste zu mehr Selbstmorden führen könnte. In anderen Ländern mache man diese Erfahrung schon.

Würde ein Grundeinkommen etwas daran ändern?

Liest man den Artikel ganz durch, fällt auf, dass sich immer mehr ältere Menschen selbst umbringen:

In den vergangenen 50 Jahren nimmt unter den Deutschen das Alter suizidgefährdeter Menschen zu. Über 20 Prozent der Menschen, die sich das Leben nehmen, sind älter als 60 Jahre. Bei den Frauen ist jede zweite, die sich umbringt, über 60 Jahre. Viele Ältere fühlten sich von der Gesellschaft alleine gelassen, sagt der Facharzt für Psychiatrie. Dazu käme die Angst vor der Hilflosigkeit und entwürdigenden Lebensbedingungen. Ökonomische Schwierigkeiten erhöhen dem Psychologen zufolge für bestimmte Gruppen das Risiko psychischer Probleme.

Ein Arbeitsplatzverlust bedeutet zwar in erster Linie einen Einkommensverlust, aber vor allem vermittelt eine Entlassung das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden und unnütz zu sein, ja anderen sogar "auf der Tasche zu liegen und lästig zu sein". Dies zeigt sich bei den genannten älteren Menschen.

Die Einführung eines Grundeinkommens könnte gerade den "weicheren Aspekt" eines Arbeitsplatzverlusts verstärken, wenn nicht emanzipatorische Maßnahmen von staatlicher Seite ergriffen werden, um den Menschen Hilfe und Stütze anzubieten, die durch die Einführung eines Grundeinkommens ihren Job verlieren (würden) (vgl. Ausnahmen schaffen Arbeit und Geld ist nicht das alleinige Problem).

Allen Hinterbliebenen und Angehörigen von Menschen, die sich selbst das Leben nahmen, herzliches Beileid!

 




Kommentare (1)
RSS Kommentare
1. Geschrieben von: Guido Riga am 10-09-2009 23:38 - Registriert
 
 
Einerseits wird hier auf dem Portal für ein BGE geworben,andererseits wieder gewarnt.Klar ein Grundeinkommen ist nicht gleich ein Grundeinkommen und ein Arbeitsplatzverlust ist nicht nur ein Einkommensverlust,wie ist es denn wenn man kein ausreichendes BGE hat und dann den Arbeitplatz verliert ? Und es werden demnächst viele sein.Klar ein ausreichendes Grundeinkommen ist nicht alles,ja der Mensch will arbeiten und sich nützlich zeigen,der Staat soll flankierenden Hilfen anbieten aber lieber Jörg werde doch konkret wie du dir die emanzipatorischen Maßnahmen vorstellst.
 
 
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