|
Laut einem Artikel auf Stern.de zum Welt-Suizid-Präventionstag (seit 2003 jährlich am 10. September von der WHO ausgerufen) wird davor gewarnt, dass die Krise durch damit verbundene Arbeitsplatzverluste zu mehr Selbstmorden führen könnte. In anderen Ländern mache man diese Erfahrung schon.
Würde ein Grundeinkommen etwas daran ändern?
Liest man den Artikel ganz durch, fällt auf, dass sich immer mehr ältere Menschen selbst umbringen:
In den vergangenen 50 Jahren nimmt unter den Deutschen das Alter
suizidgefährdeter Menschen zu. Über 20 Prozent der Menschen, die sich
das Leben nehmen, sind älter als 60 Jahre. Bei den Frauen ist jede
zweite, die sich umbringt, über 60 Jahre. Viele Ältere fühlten sich von
der Gesellschaft alleine gelassen, sagt der Facharzt für Psychiatrie.
Dazu käme die Angst vor der Hilflosigkeit und entwürdigenden
Lebensbedingungen. Ökonomische Schwierigkeiten erhöhen dem Psychologen
zufolge für bestimmte Gruppen das Risiko psychischer Probleme.
Ein Arbeitsplatzverlust bedeutet zwar in erster Linie einen Einkommensverlust, aber vor allem vermittelt eine Entlassung das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden und unnütz zu sein, ja anderen sogar "auf der Tasche zu liegen und lästig zu sein". Dies zeigt sich bei den genannten älteren Menschen.
Die Einführung eines Grundeinkommens könnte gerade den "weicheren Aspekt" eines Arbeitsplatzverlusts verstärken, wenn nicht emanzipatorische Maßnahmen von staatlicher Seite ergriffen werden, um den Menschen Hilfe und Stütze anzubieten, die durch die Einführung eines Grundeinkommens ihren Job verlieren (würden) (vgl. Ausnahmen schaffen Arbeit und Geld ist nicht das alleinige Problem).
Allen Hinterbliebenen und Angehörigen von Menschen, die sich selbst das Leben nahmen, herzliches Beileid!
|