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Regionales BGE in Duisburg?
Geschrieben von Matthias Dilthey    Bookmark and Share
Dienstag, 18. 08 2009

In Duisburg wird am 30.08.2009 der Oberbürgermeister neu gewählt. 11 KandidatInnen stellen sich zur Wahl. Eigentlich kein Thema für BGE-Portal. Doch im Wahlprogramm der AMP wird von Ratsfrau Sall-May folgendes Versprechen gegeben:
... Deshalb ist es mehr als richtig und wichtig, wenn eine Partei wie die AMP in größerer Stärke auch in unser Duisburger Rathaus kommt. Mit uns in größerer Stärke oder gar mit Oberbürgermeisterin wird vieles aufgelöst werden. Armut werden wir auch auf kommunaler Ebene zu bekämpfen wissen. Wir werden auch auf kommunaler Ebene, über die Möglichkeiten der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens befinden.

BGE-Portal hat bereits oft über Grundeinkommens-Trittbrett-Fahrer berichtet. Doch scheint die Aufbruch-Mittelstand-Partei (AMP) nicht zu diesen Trittbrett-Fahrern zu gehören:

Zum einen geht die Partei nicht mit dem BGE "hausieren"; in erster Linie werden in dem Wahlprogramm die Sozialdefizite in Duisburg angesprochen.
Zum anderen wird nicht die Einführung eines BGE versprochen, sondern lediglich die ernsthafte Suche nach Wegen zur regionalen Einführung.

Dabei ist es für uns BGE-Aktivisten nicht einmal so wichtig, ob ein regionales BGE in Duisburg kommt bzw. kommen kann. Viel wichtiger für die BGE-Bewegung ist der "Staub", den die BGE-Prüfung durch eine Stadt mit ca. einer halben Million Einwohner aufwirbelt. Denn an dieser "Staubwolke" kommen weder Bürger, noch die Medien und keinesfalls die Landesregierung NRW vorbei. Alle wären (endlich) gezwungen, sich ernsthaft mit dem BGE auseinander zusetzen!


Kommentare (1)
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1. Geschrieben von: Henrik Wittenberg am 22-08-2009 15:03 - Registriert
 
 
Die Wählergruppe DEINE FREUNDE tritt zur Kommunalwahl in Köln an und schlägt u.a. ein Grundeinkommen für Köln vor 
 
Die Wählergruppe DEINE FREUNDE, die zur Kommunalwahl 2009 in Köln antritt, steht laut ihrem Programm „für große und kleine Visionen in einer lebenswerten Stadt“. Dabei verstehen sich DEINE FREUNDE als „Bürgerinnen und Bürger, die für den Rat der Stadt kandidieren“, deren Hauptziele „mehr Mitbestimmung bei der Gestaltung der Stadt“ und die „Erhöhung der Transparenz bei politischen Entscheidungen auf kommunaler Ebene“ sind. 
 
http://www.deinefreunde.org 
 
Auszüge aus dem Programm: 
„Wir setzen uns für eine Kommunalpolitik ein, die sich an den Bedürfnissen der Menschen in der Stadt ausrichtet. (…) Wir möchten unseren direkten Lebensraum, die Stadt, gestalten. 
 
(…) Das Programm von DEINE FREUNDE bietet Raum für große und kleine Visionen, für konkrete Stadtentwicklungsprojekte und für Ideen, die das gemeinsame Leben in der Stadt im Sinne aller gestalten. Wir entwickeln unsere Forderungen und Anliegen im Gespräch mit den Bürgern der Stadt. Je mehr sich an unserer gemeinsamen Sache beteiligen und je mehr Gewicht unsere Stimme im Rat hat, desto mehr können wir erreichen. Wir freuen uns über alle, die sich uns anschließen und die ihre Ideen und Visionen gemeinsam mit uns umsetzen." 
 
Unter der Rubrik Köln wird klüger und gemeinschaftlicher – Mehr soziale Gerechtigkeit und bessere Bildungschancen wir der folgende Vorschlag gemacht: 
 
„In was für einer Gesellschaft möchten die Kölnerinnen und Kölner leben? Muss die wachsende Schere zwischen reichen und sozial benachteiligten Stadtteilen wirklich hingenommen werden? Was können wir alle dafür tun, dass diese Kluft nicht weiter aufreißt? Wir wollen die Diskussionen über Werte, über Gehälter und über eine gerechte Güterteilung in der Stadt anregen. Um diese Diskussion anzuregen, schlagen wir Köln als Modellstadt für die Einführung des Grundeinkommens vor.“ 
 
Das vollständige Programm: 
http://deinefreunde.atomator.de/?page_id=340 
 
DIE FREUNDE, so scheint es, haben in einigen Bereichen der Stadtentwicklung ähnliche Vorstellungen wie die Mitglieder der Kölner Initiative Grundeinkommen.
 
 
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