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Weltwasserwoche: Recht auf Wasser
Geschrieben von Jörg Drescher    Bookmark and Share
Montag, 17. 08 2009

Viele BGE-Befürworter bezeichnen das Grundeinkommen als Bürgerrecht und vergessen dabei, dass Geld überhaupt nicht lebensnotwenig ist. Vielmehr dient Geld dem Zweck, eine Grenze für die beschränkt verfügbaren Ressourcen zu setzen. Der Drang, deshalb Unmengen an Geld anzuhäufen, hängt damit zusammen, dass die dem Geld innewohnende Idee, dafür Ressourcen kaufen zu können, suggeriert, es gäbe auch unendlich viele Ressourcen, wenn es doch unendlich viel Geld gibt.

Dass dem nicht so ist, verdeutlicht die Weltwasserwoche, die vom 16.-22.08.09 in Stockholm stattfindet. Auf der Seite des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung heißt es dazu von Karin Kortmann, Parlamentarische Staatssekretärin:

Wir dürfen nicht länger akzeptieren, dass fast 900 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben und 42 Prozent der Menschen weltweit nicht einfach auf die Toilette gehen können, sondern in der Öffentlichkeit, versteckt zwischen Büschen oder in der Dunkelheit ihre Notdurft verrichten müssen. Das ist menschenunwürdig und stellt zudem eine Gefahr für Mensch und Umwelt dar.

Weiter heißt es:

Deshalb setzt sich die deutsche Entwicklungspolitik weltweit aktiv für die Umsetzung des Menschenrechts auf Wasser und Sanitärversorgung ein. Obwohl dieses Recht ein zentraler Aspekt der menschlichen Entwicklung ist, herrscht international noch große Uneinigkeit.

Der World Wide Fund for Nature (WWF) zeichnet in seiner Presseerklärung zur Weltwasserwoche auch ein düsteres Bild:

Doch die Wasserkrise werde, so der WWF, vor Nationalstaatsgrenzen keinen Halt machen. Deshalb sei auch Deutschland direkt von den Auswirkungen betroffen. "In einer globalisierten Welt ist auch ein wasserreiches Land wie die Bundesrepublik in seinem Wasserbedarf nicht mehr unabhängig", warnt Martin Geiger. "Wenn beispielsweise die Himalaya-Gletscher verschwinden und in Indien das Wasser knapp wird, ist unsere Versorgung mit Baumwolle betroffen." So kommt eine aktuelle WWF-Studie zu dem Ergebnis, dass die Bundesrepublik durch den Import von landwirtschaftlichen Güter jedes Jahr auf 2.181 Mrd. m³ Wasser aus indischen Ressourcen angewiesen ist. Neben Öl-Saat, Kaffee und Reis bezieht Deutschland einen bedeutenden Anteil seiner Baumwolle aus Indien, Pakistan und Bangladesh.

Wer für ein Grundeinkommen als Bürgerrecht eintritt, muss sich auch darüber bewußt sein, welchen Sinn Geld erfüllen soll. Werner Rätz (attac) sprach sich deshalb für die Überlegung eines nichtmonetären Grundeinkommens aus.




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