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Während heute viele Medien über den Tod von Ralf Dahrendorf berichteten, wagt u.a. Der Standard aus Österreich, seinen Einsatz für ein Grundeinkommen vor 30 Jahren zu erwähnen. Dort steht zu lesen:
Er dachte schon vor dreißig Jahren über den Übergang von einer Arbeits- in eine Tätigkeitsgesellschaft nach, der ein allgemeines Grundeinkommen zugrundeliegen könnte. Dahrendorfs Denken war von einer Weite und Offenheit geprägt, die er als Wissenschafter und Intellektueller, als Politiker und Berater, als Europäer mit englischer und deutscher Staatsbürgerschaft beeindruckend lebte.
Die Mitteldeutsche Zeitung zitiert Dahrendorf wie folgt und nennt es ein Bekenntnis zum Grundeinkommen für alle:
Die Gesellschaft der Freiheit, die ich suche, kennt einen Fußboden, auf dem alle stehen, eine rechtliche und sozialökonomische Grundposition, die niemandem verwehrt, ja die für alle geschaffen wird.
Das Handelsblatt berichtet ebenfalls darüber, dass sich Dahrendorf mit dem Grundeinkommen beschäftigt hat, obwohl es für andere ein Tabu-Thema war. In diesem Zusammenhang ist erstaunlich, dass der FDP-Chef Guido Westerwelle Dahrendorf als „einen liberalen Weltbürger und einen der ganz großen Intellektuellen Europas“ würdigte.
Es ist traurig, dass beim Tod des 80jährigen, seine menschlichen und freiheitlichen Wertvorstellungen einfach ignoriert werden, weil das Thema offenbar politisch brisant ist und man die Bevölkerung durch die Massenmedien in Unmündigkeit halten will. Es sind nur wenige Berichte zu finden, die o.g. Vorstellungen erwähnen.
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