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Gerechtigkeit in Krisenzeiten |
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Geschrieben von Matthias Dilthey
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Sonntag, 3. 05 2009 |
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Die Thüringer Allgemeine berichtet von einer Mai-Kundgebung:
NORDHAUSEN (kk). Rund 200 Leute sind gestern auf den Nordhäuser Petersberg gekommen, um mit Gewerkschaften und Parteien den Tag der Arbeit zu feiern. Einigkeit gab es angesichts versuchter Störungen von freien Kameradschaften aus der rechten Szene vor allem in einer Frage: Der 1. Mai ist bunt, nicht braun.
Mit rechten Parolen im Mund und auf Plakaten tauchte mehr als ein Dutzend schwarz gekleideter junger Männer auf dem Petersberg auf.
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Ebenso unmissverständlich zeigten die Redner der Parteien - Andreas Wieninger (SPD), Rainer Bachmann (Linke) und Co-Pierre Georg (Grüne) - Einigkeit im Kampf gegen Rechts. Was in ihren Reden folgte, gehörte freilich ebenso zum Wahlkampf wie das bunte Informationsmaterial an den Ständen: Wieninger sprach sich gegen ein " Bedingungsloses Grundeinkommen" aus, Bachmann attackierte wiederum die SPD unter anderem wegen deren "Heiße-Luft"-Wahlplakat.
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Eine Karte wurde gestern mehrfach gespielt, nämlich das Fingerzeigen auf die Schuldigen der Wirtschaftskrise: "Die Finanzmarktkrise hat gezeigt, dass der Kapitalismus weder Wohlstand noch Gerechtigkeit produziert, sondern ökonomische und soziale Krisen", sagte etwa Jürgen Röhreich, Landeschef der Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft (GEW).
"Tiefe Einschnitte" bei den Löhnen schloss er nicht aus - doch müsse darauf geachtet werden, dass das niedrige Niveau nicht Level für die Zukunft wird. Daraufhin wurde applaudiert - allerdings nur von seinem mitgereisten Fanclub.
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