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Geschrieben von Jörg Drescher
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Donnerstag, 2. 04 2009 |
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Stell Dir vor, es ist Revolution und keiner macht mit!
Es ist wohl der Verdienst der bisherigen Kravalle auf Demonstrationen, die unklare bis unehrliche Medienberichterstattung und vielleicht auch die Einsicht der Sinnlosigkeit solcher Aktionen. Gemeint ist die relativ geringe Beteiligung gegen den G20-Gipfel in London, aber auch die vergangenen Demos in Berlin und Frankfurt.
Bleibt abzuwarten, was in Baden-Baden und Straßburg passiert. Jedenfalls zeigen bisherige Berichte eher ein ernüchterndes Ergebnis. Linke, Attac und Co, die auf der Straße mobilisieren und durch Massen präsent sein wollen, geben sich die Blöße, indem der staatliche Sicherheitsapparat durch massives Polizeiaufgebot dem komischen Treiben gegenübersteht. Komisch deshalb, weil sich auf den Demos inzwischen alle weltanschaulichen Ideen tummeln und keine einheitliche Vision ersichtlich wird. Da war die Petition zum Grundeinkommen von Susanne Wiest über das anonyme Internet um einiges effektiver.
Die Revolution des 21. Jahrhunderts wird nicht mehr durch Demos und Kravalle auf der Straße ausgetragen, sondern im Internet und vor allem in den Köpfen der Menschen. Der Homo Ökonomicus stirbt langsam aus und weicht dem Homo Informaticus.
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