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Auf Spiegel-Online ist ein Interview mit Volker Hauff, der sich mit Zukunftsfragen beschäftigt. Darin sagt er:
Das alte Finanzsystem hat uns die Probleme beschert, deshalb müssen wir ein neues entsprechend anpassen. Mir ist egal, ob die Politik überfordert ist. Ihr Job ist es, das Land
in die Zukunft zu führen und das tut sie zurzeit nicht. An den
entscheidenden Punkten wird nicht über das neue Finanzsystem
nachgedacht.
Mir gefällt in diesem Zusammenhang gut, wie der neue US-Präsident
Barack Obama es schafft, die Öffentlichkeit zu mobilisieren und damit
diese Veränderungen durchzusetzen.
Antwort auf die Frage, weshalb die Öffentlichkeit schweigt: Weil niemand im politischen Bereich die Dinge auf den
Punkt bringt. Weil es niemanden gibt, der eine langfristige Strategie
entwickelt. Stattdessen werden ohne Sinn und Verstand Milliarden
verschleudert.
Seine Beschreibung der Krise: Staaten wie Island, Lettland oder Rumänien sind nicht mehr in der Lage,
ihre Finanzverpflichtungen zu erfüllen. In den Ländern der dritten Welt
bricht das ganze Finanzsystem zusammen. Die Weltbank hat ausgerechnet,
dass nur aufgrund der Finanzkrise Millionen von Menschen in die Armut
rutschen, Hunderttausende Kinder werden sterben. Das, was momentan noch
an Entwicklungshilfe geleistet wird, ist ein Bruchteil dessen, was dort
an Geldern abfließt. Die Entwicklung in diesen Regionen wird um bis zu
20 Jahre zurückgeworfen.
Seine Hoffnung: Die Regierung tut so, als ob sie das Problem schnell lösen kann. Das
ist aber keine Strategie, die wirklich trägt. In dem Augenblick, in dem
die Konsequenzen klarer werden, wird der Druck der Öffentlichkeit
zunehmen.
Würde die Politik in Deutschland entsprechend Öffentlichkeitsarbeit machen, um über die Option Grundeinkommen aufzuklären, könnte sie die Bevölkerung wirklich mobilisieren. Gleichfalls muss sie aber auch das Kind beim Namen nennen und eigene Fehler zugeben, statt Schuldige zu suchen. Aber sie scheut sich vor dem öffentlichen Druck.
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