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Ludwig Ehrhard ist für viele Menschen und Staaten Vorbild der Sozialen Marktwirtschaft. Sie garantiert Wohlstand für alle. Sein Gedanke: Ich muss den Menschen ihre Freiheit lassen und sie werden das Beste daraus machen.
Erhard spürte die Kraft der Freiheit, um das zentrale Versprechen
seiner Sozialen Marktwirtschaft für jeden einzelnen Menschen
einzulösen: Einstieg und Aufstieg zu ermöglichen, entsprechend den
individuellen Fähigkeiten und Neigungen.[1]
Diese Freiheit wurde möglich, indem er ein soziales Sicherungsnetz
einführte. Die soziale Sicherung schützte vor teilweisem oder
komplettem Einkommensverlust aufgrund von Krankheit, Behinderung,
Unfall, Alter oder Arbeitslosigkeit. Ein Generationenvertrag sollte die
Finanzierung der Rentenversicherung sichern.
Der Generationenvertrag wurde aber nicht nur so verstanden,
dass die arbeitende Bevölkerung die Renten erwirtschaftete. Ebenso war
es vorher die Pflicht der Rentner, ihre Kinder groß zu ziehen, die
schließlich ihre Rente bezahlen würden.
Allerdings entwickelten sich für diese Soziale Marktwirtschaft
Probleme: steigende Kosten im Gesundheitswesen, zunehmende
Lebenserwartung und damit auch wachsende Pflegekosten. Auf der anderen
Seite sanken die Einnahmen wegen rückläufigen Geburtenraten,
Überalterung der Gesellschaft, Arbeitslosigkeit, sowie
versicherungsfremden Entnahmen.
Die Folgen waren mehrere Updates und Patches bis Hartz-IV.
UPDATE: WOHLSTAND FÜR ALLE 2.0
Eine andere Idee nennt sich „Bedingungsloses Grundeinkommen“ und läutet die Joviale Marktwirtschaft ein:
Der Staat zahlt allen Bürgern regelmäßig ein bescheidenes, aber ausreichendes Einkommen, das an keinerlei Bedingungen geknüpft ist, und überlässt es jedem selbst, aus anderen Quellen zusätzlich Geld zu verdienen.
Der Grundgedanke ist gleich wie bei Ehrhard: Man muss den Menschen die Freiheit geben, damit jeder seine individuellen Fähigkeiten und Neigungen bestmöglich entfalten kann.
Über Jahrhunderte hinweg taucht diese Idee immer wieder auf. Die einen sehen darin eine Möglichkeit, Arbeitslosigkeit und Armut zu bekämpfen. Andere bezeichnen die Idee als verrückt, wirtschaftlich unmöglich und ethisch verwerflich.
Das Argument der Unfinanzierbarkeit wurde allerdings durch mehrere Modelle widerlegt. Damit bleibt im wesentlichen die Frage übrig, ob wir es zulassen können, nicht mehr für unsere Grundbedürfnisse arbeiten zu müssen.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Den Menschen eines solchen Staates sind die Existenzsorgen genommen. Jeder hat die gleichen Startbedingungen, um zu lernen, sich weiterzubilden und auf seine Weise tätig zu werden.
Unternehmen profitieren, weil die Bürger über Geld verfügen, um die angebotenen Produkte zu kaufen. Durch die Einnahmen können Firmen wiederum ihren Mitarbeitern Löhne und Gehälter bezahlen.
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