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Keine Anhörung zum Grundeinkommen?
Geschrieben von Klaus Räuber    Bookmark and Share
Donnerstag, 19. 02 2009

Wie das Neue Deutschland heute berichtet, besteht die Möglichkeit, dass es zu keiner Anhörung bzgl. der Petition von Frau Susanne Wiest zum Grundeinkommen im Bundestag kommt. Die seit 2005 dem Petitionsausschuss Vorsitzende  Bundestagsabgeordnete Kersten Naumann erklärt in dem Interview auch weshalb.

Frau Naumann spricht zuerst darüber, wie es weitergeht:

Zuerst geht die Petition ins sogenannte Petitionsverfahren. Das heißt, die Ministerien werden um Stellungnahmen gebeten. Die Petentin aus Greifswald bekommt diese dann zugestellt. Ich gehe aber davon aus, dass Frau Wiest mit den Antworten aus den Ministerien nicht einverstanden sein wird. In diesem Fall kann sie Widerspruch einlegen. Dann geht es in ein erneutes Petitionsverfahren. In welchem zwei Berichterstatter – je einer von der Opposition und einer von der Regierung – die Unterlagen noch einmal sichten und dann jeweils ein eigenes Votum abgeben. Sie könnten den Fraktionen des Bundestages diesen Fall zur Kenntnis vorlegen oder das fragliche Material an die Bundesregierung überweisen – zur Berücksichtigung oder gar zur Erwägung. Zurzeit ist alles offen. Aber die beinahe 53 000 Unterschriften sind ein großer Schritt für die Petentin.

Auf die Frage, ob es zur Anhörung kommen muss, weil über 50.000 Unterschriften abgegeben wurden, antwortet sie:

Prinzipiell gibt es die Möglichkeit, aber die Richtlinien besagen auch, dass eine Petition innerhalb von drei Wochen die 50 000 Unterschriften erhalten müsste, um eine solche öffentliche Anhörung zu erzwingen. Das ist bei der Petition zum Grundeinkommen nicht der Fall. Die Mitzeichnungsfrist betrug hier sechs Wochen. Aufgrund eines technischen Problems wurde die sechswöchige Zeitspanne zusätzlich um eine Woche verlängert. Die 50 000 Unterschriften sind also nicht in der vorgesehenen Zeit zusammen gekommen.

Es ist allerdings fraglich, ob es überhaupt möglich gewesen wäre, innerhalb von drei Wochen die 50.000 Unterschriften zusammen zu bekommen, weil es die Technik schon in den 6 Wochen gar nicht mitgemacht hat.

 




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