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Theater zum Grundeinkommen? |
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Geschrieben von Matthias Dilthey
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Dienstag, 17. 02 2009 |
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"Was für ein Wahnsinn treibt euch, ihr Toren! Glaubt ihr, es gebe ein 25-Prozent-Geschenk, das ohne List und Ränke ist? Kennt ihr die Banker so schlecht?" So pathetisch wie sein antikes Vorbild drückte sich Wirtschaftsprofessor Max Otte bei den Thementagen Capitalism Now am Theater Freiburg nicht aus. Ein moderner Laokoon, der schon 2005 den Crash der Finanzmärkte voraussah, wirft sich auch nicht mehr mit wild gelocktem Haupt- und Barthaar in Bodybuilderpose und wird dann von Schlangen verschlungen. Aufgeknöpftes Hemd, kurze Haare, schlichter Anzug, Powerpointpräsentation, nüchterne Zahlen und Fakten genügen völlig. Schon strömen die Leute in Scharen, um gemeinsam mit dem Krisen-Guru vor den Folgen der unfassbaren Gier einer Clique von Superreichen und ihren Politvasallen zu erschaudern. Auch im Kleinen Haus mussten etliche Stuhlreihen zusätzlich auf die Bühne getragen werden, um den Andrang zu bewältigen.
So beginnt ein Beitrag der Badischen Zeitung, den Autor Jürgen Reuß mit Das Kleinhirn der Kleinsparer überschrieben hat.
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Der Publikumsstimmung während der gelungenen Thementage nach gärt eine ziemliche Wut. Aber wird das etwas ändern? Wohl nicht – denn wie bemerkte eine Soziologin treffend: "Die Leute konsumieren beunruhigende Interpretationen wie Süßigkeiten, aber sie engagieren sich nicht."
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