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In "Neues Deutschland" gibt es mit Datum 17.02.09 ein Interview mit Susanne Wiest, in dem sie über persönliche Freiheit, ihre Situation als Tagesmutter und ihr Umfeld erzählt. Sie berichtet auch über ihre Vorstellung einer gerechten Gesellschaft, sowie ihre Vision der Zukunft, die sie aus dem Petitionsforum wie folgt beschreibt:
Wir sind auf dem Weg in eine Sackgasse, und wir können natürlich noch
ganz nach hinten laufen, bis wir wirklich vor der Wand stehen. Die
schlimmste Möglichkeit ist, dass wir den Karren gegen die Wand fahren.
Das wirkt sich stark auf das soziale Klima in unserem Land aus. Ich
finde, dass dieses Klima kälter und härter wird. Der Mensch darf nicht
nur nach seiner Wirtschaftlichkeit und seinem Verdienst bemessen werden.
Interessant ist auch ihre Antwort auf die Frage der Parteizugehörigkeit:
Ich bin weder links noch konservativ. Ich denke, die Frage nach dem
bedingungslosen Grundeinkommen ist überparteilich. Das ist ein
Gesellschaftsmodell und Ausdruck des Wunsches, dass alle
gesellschaftlichen Strömungen zusammenfinden und konstruktiv daran
arbeiten. Abgrenzung nehme ich nicht mehr vor. Es ist nicht mehr
zeitgemäß, sich angesichts der Probleme, die es heute gibt, an
Parteizugehörigkeit zu klammern. Aber hätten Sie mich vor fünf Jahren
gefragt, hätte ich gesagt, ich bin eher links orientiert. Heute finde
ich Sachorientierung wichtig, und die Frage, wie kann man was auf
welche Weise lösen. Da müssen alle zusammen arbeiten.
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