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Über Foren- und Blogtätigkeit
Geschrieben von Klaus Räuber    Bookmark and Share
Dienstag, 10. 02 2009

Im Forum der FDÄ (Front Deutscher Äpfel) heißt es:

Im Laufe der vergangenen 5 Wochen habe ich in etwa 60 Foren und blogs gewirkt.

In cirka 41 Foren habe ich regelmäßig berichtet. In einem wurde ich (und andere) gesperrt. In sieben Foren wurden die threade gelöscht, gesperrt oder gar nicht freigeschaltet. In zwei Foren wurde das Thema zugespammt. Es handelt sich um ein "linkes" Erwerbslosenforen, wo die Mindestlohnfraktion gegen das bGE Sturm läuft, dann vorallem um "normale" Foren in denen (linksfühlende) Sozialarbeiter, Argemitarbeiter und andere Menschenfreunde "Hilfebedürftigen" helfen und "Wohlfühlforen".

Aus den verbleibenden cirka 30 foren gibt es dagegen Erfreuliches. In zwei "Erwerbslosen"-Foren wurde das Thema als "wichtig" oben angeheftet. In einem weiteren Erwerbslosenforum formieren sich "Aktivisten", Menschen die ihrerseits im Internet und anderswo Informationen verbreiteten. In einem türkischstämmigen (almanca) forum wurden wir/ich unterstützt und erwähnenswert ist ein "Kifferforum". In einigen foren wird nur gelesen und auch sonst wenig diskutiert. Schließlich wird die Petition in anderen Foren dazu genutzt über das bGE zu diskutieren, auch dann, wenn es bereits solche Diskussionsthreade gibt.

Wie geht es weiter?

Darauf kann man keine Antwort geben. Die Bewegung hat recht viele Menschen in Bewegung gesetzt. Eine "organisatorische" Struktur ist nicht in Sicht. Einzig gemeinsames Ziel besteht darin das Grundeinkommen weiter und verstärkt als Alternative zu Schikane und Kontrolle von immer mehr Menschen und z.B. zu Verschrottungsprämien für Autos in Parteien, Vereinen, Unis, Schulen und natürlich im Bundestag wachzuhalten und zu diskutieren.

Möglich ist, daß sich regelmäßige Aktionen, wie z.B. profane Stände draußen auf der Straße oder "Samstagsdemos" sowie weiterer bge-Inis entwickeln. Nicht ganz auszuschließen wäre, daß auch einige der seit 2004 immer noch bestehenden Montagsdemos aus den Reihen der Erwerbslosen das Grundeinkommen als vorallem ihre Sache begreifen. 




Kommentare (2)
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1. Geschrieben von: tanja ries am 11-02-2009 14:04 - Registriert
 
 
Wie geht es weiter? 
 
Ich fände es sehr begrüßenswert gäbe es eine organisatorische Struktur. Nicht eine, die es zum Ziel hat Macht zu bündeln, sondern zum Ziel hat zu vernetzen und eben zu organisieren. 
 
Innerhalb des Diskussionsverlaufes im Forum der Petition war ersichtlich, dass viele Bürger sich für das Thema interessieren und einsetzen wollen die keiner Organisation oder Initiative angehören. 
Da die Presse sich der Petition nicht angenommen hat, ist zu vermuten, dass bei einer "ordentlichen Berichterstattung" in der Presse sich noch viel mehr Menschen dem grundsätzlichen Begehren angeschlossen hätten.  
Wo finden aber nun die Interessierten einen Hafen? Wo können sie erfahren was sie konkret tun können? 
 
Die konkrete Handlungsebene ist eh diejenige welche ich beim Thema BGE vermisse: Nach aktueller Gesetzeslage gibt es keinen Weg für das Volk gemeinsam die Einführung des BGEs zu beschließen; es gibt noch nicht einmal die Möglichkeit in einen breiten gesellschaftliche Diskurs zu gehen. 
 
Soweit ich das beurteilen kann arbeiten nicht einmal alle Initiativen die sich mit dem Thema BGE befassen miteinander. Ein Umstand der m.E. nach absolut notwendig wäre um erst einmal eine wirklich breite Öffentlichkeit mit dem Thema zu erreichen. 
 
Es wäre wünschenswert, würden sich, in der jetzigen Phase, mal alle über das "Model, das Wie" der Realisierung hinwegsetzen und sich gemeinsam Wege überlegen wie: 
- die Einführung eines BGEs grundsätzlich umgesetzt werden kann 
- das Thema in einen breiten öffentlichen Diskurs gelangen kann 
- Aktionen gestartet werden können die Spaß machen, die Kommunikativ sind, die auch denen Raum bieten "ja" zu sagen, die sich nicht dauernd und intensiv mit dem BGE beschäftigen. 
 
Ich fände einen bundesweiten Kongress der von vielen getragen und gestaltet wird sinnvoll. Kein Kongress in dem es nur darum geht Vorträgen zu lauschen, eher einer der den Vortrag mit der aktiven Mitgestaltung verbindet( Open-Space eignet sich dafür hervorragend) ... und och noch Spaß macht. 
 
Tanja Ries
 
2. Geschrieben von: Jörg Drescher am 11-02-2009 16:07 - Registriert
 
 
Es ist ja nicht so, daß es keine Organisationsstrukturen gibt: das "Netzwerk Grundeinkommen" existiert mit über 2.000 Mitgliedern, doch leider kommt es nicht seiner Aufgabe nach, wirklich zu vernetzen und die Ziele sind sehr unklar, weil die Transparenz fehlt. 
 
Bisher entstanden im gesamten bundesdeutschen Raum auch viele lokale Initiativen, die eigenständig regelmäßige Treffen organisieren und so über das BGE aufklären. Ich stimme zu, dass eine Vernetzung dieses Engagements sinnvoll ist. 
 
Ein wesentliches Problem der gemeinsamen Aufklärungsarbeit ist, dass die vielen Splittergruppen eigene Interessen vertreten und eigene Ziele verfolgen. Dazu gehört auch, dass sie deshalb andere Gruppen ausschließen, weil sie deren Ziele nicht anerkennen wollen. 
 
Dieses Portal war ursprünglich als Alternative zum "Netzwerk Grundeinkommen" gedacht. Wir wollten einen Dachverband (Bundesverband Grundeinkommen) gründen, der die Vernetzungsaufgabe übernimmt. Aus verschiedenen Gründen klappte dies bisher nicht - unter anderem deshalb, weil sich andere Organisationen quer stellten, denen diese Idee ein Dorn im Auge war/ist. 
 
Wir, vom BGE-Portal, sind jedenfalls offen, gemeinsam etwas zu unternehmen, um gemeinsam etwas zu erreichen. 
 
Herzliche Grüße, 
 
Jörg Drescher
 
 
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