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Möglichkeit zum Sparen, ein Konjunktur-Kriterium |
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Geschrieben von Matthias Dilthey
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Freitag, 9. 01 2009 |
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Dr. STRENGEMANN-KUHN (MdB, Grüne/Bündnis90)hat mit einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau deutlich herausgearbeitet, dass allgemeine Steuersenkungen kein wirksames Mittel zur Konsumbelebung sein können:
"Höhere Nettoeinkommen haben dann einen konjunkturellen Effekt, wenn die Menschen dadurch mehr konsumieren. Wenn sie dagegen mehr sparen, nützt es der Konjunktur nichts. Dabei lehrt die Statistik: je höher das Einkommen, desto höher die Sparquote."
Daraus schließt Dr. Strengmann-Kuhn folgerichtig, dass "eine Senkung der Einkommensteuer also einen besonders schwachen ökonomischen Impuls zu Folge hätte, weil ein großer Teil nicht die Binnennachfrage stärken, sondern nur das Vermögen erhöhen würde."
Der Wirtschaftswissenschaftler Strengmann-Kuhn stellt sodann weiterhin die These auf, dass "wer ganz wenig verdient, sollte nicht nur keine Steuern zahlen, sondern sollte sogar eine "negative Steuer" zusätzlich zum Einkommen erhalten. Jede Bürgerin und jeder Bürger hätte dann netto mindestens 500 Euro im Monat zur Verfügung. Geringverdiener hätten nicht nur mehr netto vom brutto, sondern sogar mehr netto als brutto. Dadurch würden genau die Haushalte mit geringer Sparquote gestärkt. Auf diese Weise ließe sich eine maximale konjunkturelle Wirkung erzielen."
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