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Direktor der Katholischen Sozialakademie, Schlagnitweit, tritt anlässlich der "Woche des Grundeinkommens" Vorbehalten gegen dieses Konzept entgegen
Wer als Christ zu bedenken gebe, der Mensch sei für ein Grundeinkommen nicht reif und brauche Kontrollinstanzen und andere Druckmittel, um nicht asozial zu agieren, muss sich laut Schlagnitweit die Grundfrage gefallen lassen: "Wird mit diesem Argument nicht im selben Atemzug die gesamte biblische Botschaft, insbesondere die Botschaft der Bergpredigt, als politisch irrelevant und unrealistisch denunziert, gehört doch die bedingungslose Zusage der Liebe Gottes zum Kernbestand der biblischen, insbesondere der jesuanischen Botschaft?"
Gegen manche Einwände, das Grundeinkommen widerspreche dem Subsidiaritätsprinzip der Soziallehre, weil es Menschen die Fähigkeit abspreche, selbst für ihren Unterhalt zu sorgen, wandte Schlagnitweit ein: Die herrschende Marktökonomie schaffe keine ausreichenden Möglichkeiten für alle, einer sinnvollen Erwerbsarbeit nachzugehen. Angesichts dieses Versagens der Ökonomie wirke im Gegenteil das Grundeinkommen subsidiär: "Der einzelne Mensch gewinnt dadurch erst den Freiraum, einer Arbeit nachzugehen, welche die Anforderungen der Soziallehre für 'gute' Arbeit erfüllt, und zu der allein er sittlich verpflichtet werden kann."
Gegen "verengten Arbeitsbegriff"
Der ksoe-Direktor führte dagegen folgende Argumente ins Treffen: Nur ein "stark verengter Arbeitsbegriff" orientiere sich ausschließlich an Leistungen, die am Arbeitsmarkt "handelbar" sind und demnach bezahlt werden.
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