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Globalisiertes Verbrechen und der Kapitalismus |
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Geschrieben von Klaus Räuber
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Donnerstag, 4. 09 2008 |
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Auf Spiegel-Online gibt es ein Interview zum international globalisierten Verbrechen. Darin heißt es unter anderem, dass nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die sich dort gebildeten Banden Steigbügelhalter für den Kapitalismus wurden und teilweise immer noch sind. So seien in Bulgarien 14.000 Sicherheitsdienstbeamte entlassen worden, die aus der Not ihrer Arbeitslosigkeit und "Berufserfahrung" nichts anderes tun konnten, als schmuggeln, überwachen und Netzwerke bilden. Auch Sportler standen ohne Staatshilfe da und nicht selten schlugen sie eine Verbrecherkarriere ein, weil sie Kontakte und Fähigkeiten hatten.
Die Kriminellen legten die Spielregeln in den neu entstandenen Staaten und deren Strukturen fest. Ohne diese Banden hätte sich der Kapitalismus in Osteuropa nicht so schnell entwickeln können. Dabei wird gesagt, dass sich 15-20% aus verbrecherischem Kapital in der Weltwirtschaft bewegt. Klassisches Verbrechen mache 5-6% aus, Drogenschmuggel 1-2% des Weltbruttosozialproduktes. Fast alle
regionalen Konflikte auf dieser Welt würden mit kriminellen Geldern
finanziert.
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