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Die Menschenmacher PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jörg Drescher    Bookmark and Share
Donnerstag, 21. 08 2008
Seit langem wird über das Grundeinkommen und dessen Umsetzung diskutiert. Welche Auswirkungen könnte das haben und wie kann man für oder gegen diese Idee argumentieren. Grundlegend dabei ist, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der wir uns vom Tauschhandel und damit vom Geld abhängig gemacht haben. Vergessen wir dabei eigentlich, was wir sind?

Wir wurden gegen unseren eigenen Willen in diese Welt geboren und werden langsam zu "Menschen". Menschsein bedeutet (für mich), dass ich die Freiheit habe, mich zu entscheiden und mir neue Möglichkeiten zu schaffen, um ein "würdiges Leben" zu führen. Dabei halfen mir meine Eltern und versuchten (auch aus dem Bewusstsein heraus, dass sie nicht ewig leben), mich in die Selbständigkeit und Eigenverantwortung zu entlassen - diesen Prozess nennt man auch "Emanzipation". Ich würde meine Eltern deshalb als "Menschenmacher" bezeichnen, da ich durch meine Geburt noch lange nicht Mensch geworden bin, sondern das Potential mitbekam, zum Menschen zu werden.

Ein gewichtiges Argument in Bezug aufs BGE wäre entsprechend, wenn jemand gegen diese Idee ist, ob dieser "Gegner" sein (leibliches) Kind nicht unterstützen würde und ihm das Beste bieten wolle, das es dem Kind ermöglicht, obigen "Emanzipationsprozess" durchzumachen. Ich glaube, dass es "Rabeneltern" sein müssen, die diese Unterstützung verweigern. Eltern sind wohlwollende (joviale) Menschen (zumindest ihrem eigenen Fleisch und Blut gegenüber).

Ein Problem ist, dass sich die heutigen "Liberalen" von "Vater Staat" (einem Elternteil) losmachen wollen (schließlich wollen sie die absolute Freiheit für sich und die Unabhängigkeit von den Eltern). Die "Sozialen" verlangen hingegen, dass sich "Vater Staat" um sie kümmert (schließlich sind sie gegen ihren Willen auf der Welt, müssen aber darin bestehen).

"Mutter Erde" (der andere Elternteil) hingegen wird oftmals vergessen, der sich (im allgemeinen) fürsorglich um alles kümmert (schließlich bietet die Natur alles zum Leben Notwendige, nur darf man es sich heute nicht mehr einfach nehmen).

Gehen Eltern so mit ihren Kindern um? Gehen Kinder so mit ihren Eltern um? Sind wir aufbegehrende Pubertierende, die gegen ihre Eltern rebellieren?

Jörg Drescher


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