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Kommentar: Sind die Gewerkschaften gegen einen emanzipatorischen Sozialstaat?
Thüringens DGB-Chef Steffen Lemme hat erneut das von Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) vorgeschlagene Bürgergeld kritisiert.
Eine der Grundlagen des emanzipatorischen Sozialstaates ist die bedingungslose Sicherung des Auskommens zu jedem Zeitpunkt und in jeder Lebenslage. Gleichzeitig fördert ein BGE die Emanzipation der Menschen, denn erst das BGE räumt den Bürgern die zur Emanzipation notwendige Auskommensicherheit ein. Und ohne diese Auskommensicherheit ist Selbstenfaltung nur sehr eingeschränkt möglich. Diese Zusammenhänge sind auch den Gewerkschaften sehr wohl bekannt.
Ob das Althaus-Modell wirklich ein emanzipatorisches BGE-Konzept darstellt, sei dahingestellt. Wenn der DGB jedoch bereits beim, in emanzipatorischen Kreisen umstrittenen, Althaus-Modell die Gefahr der Emanzipation der Bürger wittert, müssen sich die Gewerkschaften vorhalten lassen, gegen die Selbstentfaltung und eigene Willensbestimmung ihrer Mitglieder zu kämpfen.
"Lemme verwies darauf, dass sich «alle namhaften bundesrepublikanischen Ökonomen», der Bundesverband der Deutschen Arbeitgeberverbände und die Gewerkschaften dagegen ausgesprochen hätten."
Steffen Lemme muss sich die Frage gefallen lassen, ob die von ihm als Beleg angeführten Organisationen ein wirkliches Interesse an emanzipierten Arbeitnehmern haben.
Denn bei Dieter Althaus sind zumindest emanzipatorische Ansätze zu erkennen ...
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