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Bericht vom Pfingsttreffen in Göttingen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Gisela Brunken/Volker Stöckel    Bookmark and Share
Donnerstag, 22. 05 2008

An Pfingsten kamen über dreißig Interessierte nach Göttingen. Sie waren aus der näheren Umgebung, sowie aus Kassel, Hannover, Sehnde, Osnabrück, Witten, Neumünster, Nürnberg, dem Taunus, der Eifel und sogar aus Dänemark, um sich über das Grundeinkommen auszutauschen und andere Engagierte persönlich kennen zu lernen. Aus etlichen E-Mail- und Telefonkontakten wurden echte Bekanntschaften, mit dem Wunsch, in Kontakt zu bleiben und sich wiederzutreffen. Nächstes Jahrmöchte man sich wieder an Pfingsten sehen, entweder in Göttingen oder an einem anderen Ort.

Im Mittelpunkt des ersten Tages standen Vorträge über die Grundeinkommensdebatte in Dänemark von Peter Voss, Vertreter von BIEN-Dänemark, sowie von Bente Dahl, Abgeordnete des dänischen Parlaments (Folketing). Am Abend wurden die Filme "designing society" der Kölner Filmemacherin Jördis Heizmann und Ausschnitte des in Produktion befindlichen Films von Daniel Häni und Enno Schmidt aus Basel gezeigt.

Die Gespräche und Diskussionen rund ums BGE gingen über persönliche Fragen, wie "Was bedeutet Glück für mich?", über volkswirtschaftliche Überlegungen bis zu den Aufgaben des Staates und der Weltpolitik und dauerten bis in die Nacht.

Interessant waren die Ergebnisse auf die Frage nach dem glücklichsten Augenblick im Leben: Es wurden ausschließlich Antworten gegeben, die mit der Möglichkeit zu gestalten, sich zu entfalten und etwas in dieser Welt bewirken zu können, zu tun hatten. Auf die Frage nach dem Augenblick des größten Unglücklichseins wurden dagegen Antworten im Zusammenhang mit Einschränkung, Verhinderungen, Unterdrückung, Ausgeschlossen- und Unverstandensein gegeben.

Auch die Frage, wie man für das BGE, unter anderem während der Woche des Grundeinkommens, werben könnte, wurde diskutiert.

Übereinstimmend wurde es für eine gute Idee gehalten, an möglichst vielen Orten mit einem einheitlichen großen Plakat für das Grundeinkommen, für den Berliner Kongress und Veranstaltungen in der Region und lokale Initiativen zu werben. Eine kleine Ausstellung mit Plakaten der Baseler Initiative Grundeinkommen, der Initiative BGE-Köln und der Initiative „Freiheit statt Vollbeschäftigung“ diente zur Inspiration. Keines der Plakate schien jedoch zur Übernahme so gut geeignet, dass man sich gemeinsam dafür hätte entscheiden können.

Zur Zeit sind viele Initativen damit beschäftigt, sich in der eigenen Region ein Image zu verschaffen. So entsteht eine bunte Vielfalt von Flugblättern und anderen werbewirksamen Verpackungen für das selbe Thema. Es wurde das Bedürfnis geäußert, dass es ein Plakat mit einem Slogan bzw. Logo geben müsste, dass zwar ausdrucksstark doch gleichzeitig so neutral sei, dass alle, die für ein Grundeinkommen werben möchten, es verwenden können und das einen Wiedererkennungswert hätte. Ein solches Plakat sollte keine Zugehörigkeit zu irgendeiner Art Bündnis oder politischen, bzw. weltanschaulichen Richtung aufzeigen. Eine Zusammenarbeit, bzw. Übereinkunft mit dem SprecherInnenkreis vom Netzwerk Grundeinkommen wäre jedoch erwünscht.

Es wurden jedoch auch Bedenken geäußert, dass ein solch neutrales, ungeschütztes Plakat möglicherweise von ganz anderen Interessengruppen missbraucht werden könnte.

Eine kleine Arbeitsgruppe entschied sich schließlich, ein Plakat zu entwerfen, das einen Rahmen gibt, in das lokale Initiativen ihre Ankündigungen einfügen können. Damit hätten die einzelnen Gruppen ein Werbemittel während der Woche des Grundeinkommens. Als Logo bzw. Slogan wurde "Freiheit durch Grundeinkommen" von den meisten gut gefunden, da die Aussage eindeutig positiv nach vorne gerichtet ist. Doch es gab auch den Einwand, dass der Ausdruck Freiheit nicht für alle positiv besetzt ist, dass der Begriff unterschiedlich interpretiert wird und manchen Menschen auch Angst macht.

Während der Grundeinkommenswoche werden viele verschiedene Aktionen an einzelnen Orten stattfinden, je nach Ideen und Möglichkeiten der einzelnen Gruppen. Doch neben dieser Vielfalt wurde es sinnvoll gefunden, auch Angebote zu machen, die zeitgleich an vielen Orten stattfinden. Hierfür schien allen Anwesenden die Vorführung des Films der Baseler Initiative Grundeinkommen geeignet. Wenn der gesamte Film die Qualität hat, wie der vorgeführte Ausschnitt, so wird es ein überzeugender und gleichzeitig künstlerisch wertvoller Film sein, mit dem wir uns im Kino sehen lassen können.

Wer an der Entwicklung des Grundeinkommenplakates mitwirken möchte, soll mit Volker Stöckel, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können Kontakt aufnehmen.

Entwürfe für Plakate, Slogans, Logos werden auf einer gesonderten Internetseite veröffentlicht.

Zusammengefasst gehen von dem Treffen folgende Impulse/Vorschläge aus:

Es wäre schön, wenn es gelingt, während der Woche des Grundeinkommens mit einem wiedererkennbaren Plakat und Slogan, bzw. Logo werben zu können.

Wir fänden es gut, wenn während der Woche des Grundeinkommens an möglichst vielen Orten der Film der Baseler Initiative Grundeinkommen gezeigt wird.

Nächstes Jahr wird es wieder ein Pfingsttreffen geben.




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