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Nicht alle Nachrichten sind über Newsfeed erreichbar. Hier berichten Autoren mit eigenen Nachrichten über Geschehnisse rund ums Grundeinkommen. Die wiedergegebene Meinung entspricht nicht zwingend die der Portalbetreiber.

Lebt unsere Gesellschaft von Erwerbsarbeit?
Geschrieben von Jörg Drescher    Bookmark and Share
Montag, 7. 05 2012
In einem Interview antwortet Yves Rossier auf die Frage „Was halten Sie von der Initiative für ein «bedingungsloses Grundeinkommen»?“ unter anderem mit folgendem Argument: „Unsere Gesellschaft lebt von der Erwerbsarbeit.“
Das mag sogar zum Teil richtig sein, da durch Erwerbsarbeit Güter und Dienstleistungen geschaffen werden, die angeboten und erst bei einer entsprechenden Nachfrage bezahlt werden. Würde die Nachfrage aber durch ein Grundeinkommen zusammenbrechen?
Abgesehen davon, ist es heute ein Privileg, Arbeit zu haben, bzw. besser ausgedrückt: ein über der Auskommensdeckung liegendes Einkommen. Und wer sich mit der Frage beschäftigt, was denn eigentlich ein Privileg ist, kommt zu dem interessanten Schluss, dass wir in einer "privilegienfeindlich" Gesellschaft mit einer entsprechenden grundlegenden Gesetzgebung leben.
Folgen allerdings juristische Gesetze denen der Wirtschaft, entsteht ein "nicht-juristisches Privileg", das die Gleichwertigkeit ("Würde") aushebelt, um Gleichheit unter "wirtschaftlich Privilegierten" zu schaffen. Das Privileg fand also über die Wirtschaft einen Hintereingang ins Recht.
Ein Grundeinkommen wäre eine Aufhebung von "wirtschaftlichen Privilegien" und damit eine Gleichstellung der Gleichwertigkeit ohne alle gleich zu machen.
Daher sollte sich Herr Rossier einmal fragen, wie schädlich Privilegien für eine Gesellschaft sind?

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Aus dem ZDF-Login-Chat mit Volker Beck
Geschrieben von Jörg Drescher    Bookmark and Share
Mittwoch, 18. 04 2012

Eine Frage zum Grundeinkommen und dann eine Frage zur Drogenpolitik

Frage:
@Beck: Wären Sie beim Thema BGE diskussionsbereit?

Volker Beck:
Das BGE ist eine schöne, schlichte Idee. Aber die Auswirkungen sind unsozial. Es gibt halt Alleinerziehende, Behinderte, alle möglichen Menschen mit Sonderbedarfen, denen das BGE nicht gerecht wird. Und wofür braucht Herr Ackermann und siene Frau noch 2 x ein BGE

Persönliche Anmerkung: Wer definiert "sozial" und "unsozial"? Wer sagt, dass ein Grundeinkommen alle "Sonderbedarfe" abschafft? Und warum wird ein Herr Ackermann und seine Frau "sonderbehandelt" und somit aus der Gesellschaft ausgeschlossen?

Frage:
@Beck Was sagen Sie zu den Versuchen ihrer Partei Drogen zu legalisieren im Hinblick auf diese Forderung durch die Piraten ?

Volker Beck:
Wir sind für die Entkriminalisierung der Konsumenten von Drogen. Der Staat hat nicht das Recht seine Bürger vor sich selbst zu schützen und sie zu bestrafen, weil sie u.U. sich selbst einen Schaden zufügen.

Der Drogenkrieg ist weltweit gescheitert wir müssen über legale Abwgabeformen diskutieren

Persönliche Anmerkung: Wenn der Staat kein Recht hat, seine Bürger vor sich selbst zu schützen und sie zu bestrafen, weil sie sich unter Umständen selbst schaden; woher nimmt sich der Staat dann das Recht, seine Bürger zu Arbeiten zu verpflichten, die unter Umständen der Gesellschaft und dem Einzelnen schaden?

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Grundeinkommen im Zukunftsdialog
Geschrieben von Jörg Drescher    Bookmark and Share
Dienstag, 17. 04 2012

Am Sonntag (15. April 2012) endete die Abstimmung bei der Themenauswahl im Zukunftsdialog, zu dem das Kanzleramt aufgerufen hatte. Zu einem der „Gewinner“ zählt der Vorschlag eines Grundeinkommens von Susanne Wiest. Auffälliger ist allerdings, dass sich über die Suchfunktion unter 11.618 Vorschlägen 245 mit dem Begriff „Grundeinkommen“, und 24 mit dem Begriff „Bürgergeld“ finden. Das sind über 2 Prozent aller Vorschläge.

 

Die eine oder andere Person hätte sich vielleicht einen anderen BGE-Vorschlag gewünscht, da sie Susanne Wiest die Kompetenz abspricht, ihre Vorstellung eines Grundeinkommens so zu vertreten, wie es in anderen Vorschlagstexten anboten war. Gerade deshalb ist bemerkenswert, dass unter knapp 270 Grundeinkommensvorschlägen (die Bürgergeldvorschläge eingerechnet) es einer trotzdem geschafft hat. Immerhin ist trotz dieser Schwierigkeit, welche die BGE-Szene mit sich bringt, ein Vorschlag im Zukunftsdialog und allein das sollte jeden freuen, der sich für ein Grundeinkommen einsetzt.

 

Denn ohne inhaltlich zu prüfen, worin überhaupt die Unterschiede bei den Grundeinkommensvorschlägen liegen und wie viel kumulierte Zustimmung diese Vorschläge insgesamt erhielten, zeigt das Ergebnis doch, wie sehr das Thema den Bürgern auf den Nägeln brennt

 

Zum Vergleich: Der Vorschlag zur Legalisierung von Cannabis schaffte es auf den zweiten Platz, wobei die Suchfunktion 5 Ergebnisse zu „Canabis“ und 69 zu „Cannabis“ ergab (etwas über 0,5 Prozent).

 

Kommentare (2)

 
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